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«Ennio Morricone - Il Maestro» von Giuseppe Tornatore

Ennio Morricone - Il Maestro

Spiel mir das Lied vom Tod - Wer Morricone nicht kennt, kennt mit Sicherheit seine Filmmusik.

Ennio Morricone ist einer der einflussreichsten Komponisten der Filmgeschichte. Seine Filmografie umfasst über 70 preisgekrönte Filme, darunter sämtliche Werke von Sergio Leone, seinem Schulkameraden, mit dem er sein ganzes Leben lang zusammenarbeitete. Der 2020 verstorbene Italiener hat in seiner 70-jährigen Karriere mehr als 500 Soundtracks sowie über 100 klassische Werke komponiert und über 70 Millionen Platten verkauft. Regisseur Giuseppe Tornatore setzt ihm ein filmisches Denkmal.

Ennio Morricone – Il Maestro | Synopsis

Wenige Takte Musik genügen, um die melodische Exzellenz von Ennio Morricone (1928-2020) zu erkennen. Er hat die Musik zu rund 500 Filmen komponiert, darunter etliche, die Kinogeschichte geschrieben haben – wie etwa Sergio Leones legendärer Italo-Western «Spiel mir das Lied vom Tod» oder Giuseppe Tornatores magisches Drama «Cinema Paradiso». Nun würdigt Tornatore seinen mit einem Oscar, mehreren Golden Globes und vielen anderen bedeutenden Preisen ausgezeichneten Freund und Wegbegleiter Morrcione mit einer magistralen filmischen Hommage. In «Ennio Morricone – Il Maestro» erzählt der weltberühmte klassisch ausgebildete Komponist aus Rom launig von seiner facettenreichen Passion für die Musik und gewährt Einblicke in seine bewegte Vita. Weggefährten wie Bernardo Bertolucci, Quentin Tarantino, Clint Eastwood, Bruce Springsteen oder Zucchero kommen zu Wort. Während fünf Jahren hat Giuseppe Tornatore Sequenzen aus Filmen und Live-Konzerten mit Morricone-Kreationen ausgewählt, arrangiert, choreographiert.

Ennio Morricone – Il Maestro | Rezension

von Ondine Perier

Was für ein unerhörtes Vergnügen, etwas mehr als zweieinhalb Stunden mit Ennio Morricone und seiner unvergleichlich lyrischen Musik zu verbringen und seine Sicht auf sein Werk sowie die begeisterten und lobenden Aussagen der wichtigsten Filmemacher, mit denen er zusammengearbeitet hat, zu entdecken. Jede Filmerinnerung wird durch köstliche Ausschnitte aus Filmen illustriert. Leones Spaghetti-Western «Spiel mir das Lied vom Tod» darf natürlich nicht fehlen, aber auch anderen Meisterwerke nicht wie «The Mission» von Roland Joffé oder «Cinema Paradiso» von demselben Regisseur, der auch diesen Film gemacht hat, Giuseppe Tornatore. Der Film gibt auch Einblick in die Synphoniekonzerte die Morricone geschaffen hat. Die sehr zahlreichen und dichten Zeugnisse des Maestros machen ihn für das Publikum sehr nahbar. Diese Nähe entsteht auch durch den berührenden Rückblick auf Morricone Kindheit, Jugend und Anfänge und wie er sehr schnell begann, ständig an die Musik zu denken. Man empfindet ein enormes Glück, wenn man in seine Arbeit und die Hintergründe seines Schaffens eintauchen darf. Die mit Superlativen gespickten Aussagen von Quentin Tarantino, Roland Joffé, Bernardo Bertolucci und Bruce Springsteen zeigen die grenzenlose Bewunderung seiner Zeitgenossen, aber auch seine kompromisslose Arbeit und mit welcher Geschwindigkeit und Virtuosität er eine Szene in sich aufnahm, um sie in Musik zu sublimieren. Morricone war nicht nur ein Arbeitstier, sondern auch ein sentimentaler Mensch, wenn er über seine Frau und sein Bedürfnis spricht, ihre Meinung zu seinen Stücken zu erfahren, wird das auf sehr rührende Art und Weise sichtbar. Die Dokumentation ist von grosser Emotionalität und unendlichem Respekt geprägt.

Fazit: Der Regisseur Guiseppe Tornatore hat Morricone mit seinem Film eine prachtvolle Hommage gewidmet, die dem immensen Talent des italienischen Komponisten, der die Filmmusik auf einen Zenit gehoben hat, gerecht wird. Oder, um es mit den Worten von Jeremy Irons zu sagen, die Musik von Ennio Morricone transzendierte die Film, für die er komponiert hatte, und katapultierte sie in die Sterne.

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