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Theater St.Gallen | Frau Müller muss weg

Eine bitterböse Komödie aus dem Schul- und Erziehungsalltag

Das Dramatiker-Duo Lutz Hübner und Sarah Nemitz wirft einen scharfen Blick auf die Auswirkungen unserer Leistungsgesellschaft, die bereits für Kinder im Primarschulalter verheerend sein können. 2015 verfilmte Sönke Wortmann die Geschichte mit Anke Engelke in einer der Hauptrollen. Nun bringt Anja Horst, die leitende Schauspieldramaturgin des Theaters St.Gallen, das 2010 uraufgeführte Stück in der Lokremise auf die Bühne.

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5. Dezember 2021 | 11 Uhr
12. Dezember 2021 | 17 Uhr
19. Dezember 2021 | 17 Uhr
29. Dezember 2021 | 20 Uhr
31. Dezember 2021 | 20 Uhr
5. Januar 2022 | 20 Uhr
7. Januar 2022 | 20 Uhr
11. Januar 2022 | 20 Uhr
14. Januar 2022 | 20 Uhr
18. Januar 2022 | 20 Uhr
28. Januar 2022 | 20 Uhr
1. Februar 2022 | 20 Uhr
6. Februar 2022 | 17 Uhr

Eltern auf Abwegen

Die Schulnoten einiger Mittelstufen-Schüler*innen aus der Klasse der engagierten und erfahrenen Lehrerin Marianne Müller haben sich, sehr zum Unmut der Eltern, deutlich verschlechtert. Möglicherweise schaffen nicht alle den erhofften Sprung in die Sekundarschule oder ans Untergymnasium. Eine Katastrophe für die Zukunft der Kinder! Doch wer trägt die Schuld an der Misere? An den begabten ‹Kleinen› kann es ja wohl nicht liegen. Schnell hat der Elternrat in der vermeintlich überforderten Klassenlehrerin die Schuldige gefunden. Eine fünfköpfige Elterndelegation will die ahnungslose Pädagogin zur Abgabe der Klasse bewegen, denn man ist sich einig: Frau Müller muss weg! Es beginnt ein atemberaubender Psychokrieg, in dem bald alle gegen alle kämpfen und es zu manch unerwarteter Wendung kommt. Als genauer Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen zeichnet der Autor Lutz Hübner mit bitterbösem Humor die überzogenen Ansprüche von Eltern und Lehrpersonen in einer Leistungsgesellschaft, in der jedes Mittel recht ist, den Nachwuchs nach vorne zu bringen und sich dabei selbst aus der Verantwortung zu stehlen.

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