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Theater Basel | Jeckyll und Hyde

Eine Liebesgeschichte, ein rasantes Sprachstück und eine Koketterie mit dem Schrecken. Robert Woelfl schrieb mit seinem Stück ein ironisches Destillat auf Stevensons Horror-Klassiker.

Die Äste der Platanen im Park haben genau dieselbe Form wie ihre Wurzeln unter der Erde, und wenn man die Finger ausstreckt, sollen sie unter die Haut des anderen passen. Identität ist die Utopie der Liebe. Unterschiedslos eins sein. Was natürlich ein Akt höchster Provokation ist, denn die Unterschiede sind das Wesen des Gesetzes – Unterschiede zwischen falsch und richtig. Jekyll und Hyde. Dabei ist Hyde die faszinierende Möglichkeit, sich neu zu erfinden.

Die Zukunft, dieser Virus, ist längst in dir und wird jetzt ausbrechen. Hyde! Im Rausch werden alle Erinnerungen abgeworfen. Er wird begehrt, nicht nur von Jekyll, der sonst obsessive Forschungen an Fliegen betreibt, sondern auch von dessen ungreifbarer Geliebten Ivy und seinem pedantischen Verfolger Utterson. Alle drei jagen dieses Phantom: Hyde.

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