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Theater Basel I Schneewittchen

Zum 75. Geburtstag Heinz Holligers schenkt ihm das Theater Basel eine Neuproduktion seines 1998 in Zürich uraufgeführten Musiktheaters «Schneewittchen» in den farbig-skurrilen Bilderwelten von Achim Freyer.

Die Sünde des Vergessens
Der Prinz, die Königin, der Jäger und der König – sie alle sind: Schneewittchen. Das sich auf der Bühne spiegelt! «Schneewittchen» ist ein endloser Streit über die Sünde des Vergessens und das Vergessen der Sünde. Es ist eine Klage, eine Schuldzuweisung, ein Spiel. In diesem liegt, wie unter Schnee, die Sehnsucht Schneewittchens nach der Mutter und der Liebe des abwesenden Vaters. Schneewittchens Frage nach der Wahrheit enthüllt erotische Geheimnisse: das irrlichternde Begehren der Königin nach dem obszönen und servilen Jäger und das Verlangen des verirrten Prinzen nach der Königin.

Robert Walser – Heinz Holliger
Das Zwischenmenschliche und die grandios-lächerliche Fatalität der Sprache sind Gegenstand von Robert Walsers 1901 entstandenem Sprachkunstwerk. Heinz Holliger, weltbekannter Schweizer Dirigent, Oboist und Komponist, hat dem Werk des zeitlebens unbekannten und nunmehr hochgeschätzten Dichters zu musikalischem Fortleben verholfen und aus «Schneewittchen» eine Oper gemacht.

Achim Freyer
Die 1998 uraufgeführte Komposition hat Achim Freyer in seiner skurrilen Bildersprache als gleichermassen irritierenden wie verführerischen, gewaltsamen wie mitleiderregenden, lustvollen und sinnlichen Bilderstrom inszeniert.

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