Oper
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neuestheater.ch | Die Fledermaus | Johann Strauss

Eine Corona bedingt abgespeckte Fledermaus – voller Vitalität, Freude und aktuellen Seitenhieben.

Die aktuelle Fledermaus von Dornach feiert die 20 Jahre des «neuestheater.ch» mit einer situationsbedingt angepassten Version der «Königin der Operette». Das Orchester ist durch ein alles hervorzauberndes Klavier ersetzt und die sieben Sänger*innen und ein Schauspieler sind Hauptdarsteller, Chor und Kulissenarbeiter*innen zugleich. 90 Minuten Tanz, Gesang, Ironie und Freude. Eine emotional hochgeladene Version, ein exklusives Operettenerlebnis in Zeiten des Rückzuges.

Ensemble: Rolf Romei, Tatjana Gazdik, Solenn’ Lavanant Linke, Daniel Reumiller, Nino Aurelio Gmünder, Kimon Barakos, Kathrin Hottiger, Urs Bihler
Inszenierung: Georg Darvas
Musikalische Leitung: Bruno Leuschner
Bühne: Valentin Köhler
Licht: Peter Jackson, Ilja van der Linden
Kostüm: Sophie Kellner
Produktionsleitung: Eleni Foskett-Prelorentzos

Vor zwanzig Jahren
Die Fledermaus war die erste Musiktheaterproduktion, die im Dornacher Theaterhaus, damals noch im ehemaligen Kino Dornach als «Das neue Theater am Bahnhof/NTaB», aufgeführt wurde. Mit Solisten, Chor und kleinem 5-köpfigen Orchester. Fast 20 Jahre später, sozusagen als Jubiläumsproduktion «20 Jahre neuestheater.ch», steht dieses Werk mit demselben Leitungsteam Darvas/Leuschner aber mit neuer Besetzung und mit neuem Konzept auf der Dornacher Bühne.

Aktualität
Kann man während oder nach einer so gewaltigen Krise, wie es die Corona-Krise ist, ein Werk wie «Die Fledermaus» in Angriff nehmen? Die Uraufführung der «Fledermaus» fand am 05. April 1874 in Wien statt. Raffen und geniessen. Leben in der totalen, egoistischen Selbstverwirklichung und Verdrängen des für jeden Menschen sicheren Endes. Erinnert uns diese fin-de-siècle-Dekadenz, die dann im letzten Jahrhundert zum Ersten Weltkrieg führte, nicht an den Hedonismus und Materialismus unserer Zeit? Zu Strauss’ Zeiten waren es der Walzer und der Champagner, die diesem Verdrängen dienten. Heute sind es der Bilderrausch der elektronischen Medien, die Rave-Partys und die Designer-Drogen. Es ist herausfordernd, die Personen der «Fledermaus» in unsere Zeit zu verlegen. Auch hier bleiben sie Sympathieträger und die Musiknummern, die uns das Gemüt «massieren», sind von grosser Schönheit.

Text: neuestheater.ch

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