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Luzerner Theater I Tanz 16: Don Juan

Liebe, Sex, Religion, Spiritualität, Rohheit, Gewalt – dieser Don Juan hat alles. Das Premierenpublikum lag Don Juan zu Füssen.

Der moralisch makellose Held hat ausgedient
Der ambivalente Typus des Antihelden steht in unserer modernen Gesellschaft als Identifikationsfigur hoch im Kurs. Und genau solch eine moralisch zwielichtige Erscheinung wie die des altbekannten Verführers und Herzensbrechers Don Juan weckt unsere Faszination. Seine Gerissenheit, sein Verstoss gegen jegliche Sitte und gesellschaftliche Normen sowie seine Unwiderstehlichkeit machen ihn zu einem komplexen Charakter, den man zugleich lieben und hassen kann.

Ein gut eingespieltes Team
Ausgehend von der spanischen Volkslegende adaptiert der junge Brasilianer Fernando Melo seine Version um die Vergehen des gewieften Frauenhelden. Die Fülle des Stoffes bietet einen grossen Interpretationsspielraum, den der Choreograf in Zusammenarbeit mit dem Ausstatter Patrick Kinmonth anreichert mit der Vielseitigkeit, die die zeitgenössische Tanzsprache bietet. Das Luzerner Sinfonieorchester bringt dazu ausgewählte Kompositionen von Christoph Willibald Gluck – passend zum 300. Geburtstag des Komponisten – zum Klingen.

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