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Loutop | attache

«attache» ein artistisches Tanztheater von Loutop, das die Zuschauer eine Stunde lang in eine phantastische, surreale Bilderwelt eintauchen lässt.

Sie sind zu dritt, mit der Strassenlaterne zu viert – und doch jeder für sich alleine. Attache spielt mit der Unmöglichkeit sich zu begegnen. Ein jeder gibt alles, um den anderen zu finden, in akrobatisch-atonaler Besessenheit.

Der erste ist der eigentliche Bewohner dieses bizarren Universums: Ein exzentrischer Soundbastler, der aus selbst erfundenen Instrumenten und Objekten eine eigenwillige Klangwelt aufbaut. Er lässt metallische Töne durch die schattigen Ecken schleichen und seine Melodien die Nacht ergreifen. Er weiss alles, er kennt sein Universum und ist doch immer ein Schritt zu spät. Dann ist da die Tänzerin, die sich verrenkt und verformt, weil jede Begegnung unter Ihrer Haut Spuren hinterlässt. Ihre Haut, ihr Kostüm das an Objekten und den andern Bewohnern hängen bleibt. Ihr Körper, Arme und Beine werden in unmögliche neue Dimensionen verformt. Sie bewegt sich in die Vertikale wo keine wirkliche Begegnung mehr stattfinden kann. Was sie berührt verformt sie und umgekehrt. Ihre Erinnerungen sind wie ein Gewicht, das sie hinter sich herzieht. In ihrer Sehnsucht, sich aus der Haut zu schälen und sich schwerelos ins Jetzt zu stürzen begegnet sie dem dritten im Bunde: Ihr Gegenüber ist ein tänzerischer Zirkusartist, der wirbelt, springt und fällt. Was ihm begegnet wirkt anziehend, möchte berührt, bespielt, erkundet werden. Er platzt vor kindlich-unschuldiger Neugier. Er und sein stetig wachsendes Rad geben ein unbeschwert freies, komisches Team. Am Rand dieses Universums wird seine Freiheit in Frage gestellt und konfrontiert mit den anderen Zweien.

Eine schwebende Plattform, auf der ein drei Meter hohes Turmhaus ragt, das durch eine schmale, halbmondartige Rampe zum Bühnenboden Verbindung findet. Die eigenwillige Aesthetik der Szenographie eröffnet ein urban-verträumtes Spielfeld, auf dem jede Bewegung einen Teil eines sich im Schatten abspielenden Trash-Märchens erzählt.

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