Maria Antonia Räss (1893-1980), eine aussergewöhnlich begabte Stickerin aus Innerrhoden, reist mit 27 Jahren mutterseelenallein nach Amerika und gründet dort ein erfolgreiches Stickerei-Unternehmen. Margrit Schribers 2024 veröffentlichter Roman sorgt seit seinem Erscheinen für Furore. Andrea Wiesli verwebt ihre daraus geschaffene Textfassung zusammen mit Madlaina Küng, Graziella Rossi und Helmut Vogel zu einem literarisch-musikalischen Gesamtkunstwerk.
Antonia Räss
Maria Antonia Räss (1893–1980) war Stickerin auf dem Hof Grüt in Eggerstanden, versteckt in der hügeligen Landschaft des innerrhodischen Appenzell. Mit 27 Jahren wagte sie den Schritt über den Atlantik: mutterseelenallein und mit wenig mehr im Gepäck als einer Sticknadel aus englischem Stahl, einem Ballen feinsten französischen Leinens und ihrer Appenzeller Tracht. Was als Reise einer jungen Stickerin begann, wurde zu einer aussergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Mit ihren kunstvoll bestickten Stoffen eroberte Räss die Welt der Mode und des internationalen Jetsets. Ihre Arbeiten wurden von Persönlichkeiten wie Eleanor Roosevelt, Julie Andrews und Isaac Stern getragen und bewundert. Mit Coco Chanel und Walt Disney verband sie eine lebenslange Freundschaft.


