Kulturgeschichte
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Schweizerische Nationalbibliothek | Schnee. Das weisse Wunder

Dem Zauber und der Endlichkeit des weissen Wunders auf der Spur.

Wie viel Poesie liegt im Schnee, was alles kann man mit Schnee spielen, was daran erforschen? Und vor allem, schmilzt uns der Schnee endgültig weg? Schnee ist in der Schweiz immer noch selbstverständlich, ja sogar identitätsbildend. Und auch ein ökonomisch wertvolles Gut. Wie lange noch?

Veranstaltungstipp: Das grosse Schmelzen
Leseabend | 5. April 2022 | 18 Uhr | Veranstaltungsort: Alpines Museum der Schweiz

Grosse Gefühle treffen auf den Klimawandel. Die Skibegeisterung der 1930er-Jahre bringt ein eigenes Genre hervor: den Skiroman. Eine literarische Schussfahrt mit «Frühling im Schnee» von Susy Maync (1934), «Die Sonne im Engadin» von Arthur Manuel (1931) und weiteren Wintertexten. Ein Leseabend der Schweizerischen Nationalbibliothek und des Alpinen Museum der Schweiz anlässlich der Ausstellungen «Schnee» und «Das Skivirus»

Schnee im Wandel der Zeit

Die Ausstellung zeichnet die Geschichte des Schnees nach. Die ersten Flocken fielen lange bevor wir Menschen die Erde besiedelten. Wir haben den Schnee im Verlauf der letzten 150 Jahre radikal umgedeutet: von einer Gefahr, zu einer touristischen Attraktion und seit ein paar Jahren zu einem ersetzbaren Stoff. Mit der Erschliessung des hochalpinen Raums und dem Steigen der Schneefallgrenze verändert sich auch die Natur und Kultur der Schweiz. Welcher Schnee fällt in der Schweiz der Zukunft? Die Ausstellung «Schnee. Das weisse Wunder» geht dieser Frage auf spielerische, wissenschaftliche, poetische und künstlerische Art nach.

Schnee von gestern

Spätestens seit der Winterolympiade von Beijing ist klar: Wintersport geht auch ohne natürlichem Schnee. Aber richtiger Schnee lässt uns nicht kalt. Im Schneegestöber fühlen wir uns geborgen, auf der Skipiste herausgefordert, bei einer Bergtour von der Naturgewalt verzaubert. Nicht nur unsere Kinderträume sind aus Schnee. Auch unsere Kultur ist vom Schnee geprägt. Die Skibegeisterung der 30er Jahre bringt ein eigenes Genre hervor: den Skiroman. Und in der Schweizer Unterhaltungsmusik sind Skipisten, Skilehrer, geschmolzener Schnee und sogar die Eisbären Quelle der Inspiration. Aber braucht es für das weisse Wunder Schnee, der vom Himmel fällt? In der Schweiz wird inzwischen rund die Hälfte der Pisten künstlich beschneit. Auch sonst wird Schnee mit der Klimaerwärmung zum raren Gut und Kunstprodukt. Das grosse Schmelzen hat begonnen. Ist es noch umkehrbar?

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