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Naturama Aargau | Fragile – gesammelt, gejagt, erforscht

Von schrulligen Sammlern, zähen Entdeckerinnen, exzentrischen Jägern und unermüdlichen Forscherinnen.

Für einmal geht es nicht um die Biologie, sondern um die Geschichten, Persönlichkeiten und Schicksale hinter den Objekten. Die Ausstellung ist eine Eigenproduktion des Naturama Aargau und zeigt im Kulturerbejahr 2018 die hohe Bedeutung von naturwissenschaftlichen Sammlungen für die Kulturgeschichte eines Landes.

Ausstellung gewinnt Prix Expo 2018
Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) verleiht dem Naturama Aargau für seine Ausstellung «FRAGILE» den Prix Expo 2018. Die Ausstellung befasst sich auf fesselnde Art mit wissenschaftlichen Sammlungen. Sie bringt Kostbarkeiten ans Licht, die sonst im Verborgenen lagern. Die Besucher*innen erfahren nicht nur die Geschichten hinter den gezeigten Objekten, sondern ebenso spannende Details rund um wissenschaftliche Bestimmungs- und Konservierungsmethoden. Und «FRAGILE» macht deutlich, was Forscher*innen antreibt: Wissensdurst. Dass es bei den gewonnenen Erkenntnissen nicht immer ein Richtig und Falsch gibt, können die Besucher*innen bei der Klassifizierung von Pflanzen selber erleben.

Kritischer, aber objektiver Blick
«FRAGILE» führt dem Publikum vor Augen, wie systematisch Tiere in der Vergangenheit für Museumssammlungen gejagt wurden – nicht zuletzt deshalb, weil sie hätten aussterben können. Die Ausstellung beleuchtet das Thema kritisch, aber ohne zu moralisieren. Warum wissenschaftliche Sammlungen auch in der heutigen Zeit wichtig sind, zeigt sie eindrücklich an konkreten Beispielen. So erklärt eine junge Insektenforscherin, weshalb es auch heutzutage sinnvoll sei, Daten zu sammeln. Einerseits seien längst nicht alle Tier- und Pflanzenarten bekannt. Andererseits sei man bei vielen Forschungsfragen auf Sammlungen angewiesen, um Vergleiche zu den eigenen Objekten ziehen zu können.

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