Kulturpolitik

Erna und Curt Burgauer Stiftung | Andreas Schaerer

Der mit CHF 30'000 dotierte Preis geht erstmals an einen Sänger.

Nach den Preisträger*innen Ian Anüll, Gianni Motti, Sabian Baumann, Julius Sartorius und Elodie Pong geht der sechste Förderpreis der in Zürich ansässigen Stiftung an den Frontmann des Sextetts «Hildegard Lernt Fliegen». Der Preis soll Schaerer die Möglichkeit bieten, seine Stimme noch intensiver zu erkunden.

Der Preis der Erna und Curt Burgauer Stiftung wird über drei Jahre ausgerichtet und ist im dritten Jahr mit der Realisation eines Werkes verbunden. Der Förderpreis wird periodisch und zusätzlich zu den jährlich an bildende Künstler*innen und Musiker*innen zugesprochenen Beiträgen vergeben. Über die Vergabe entscheidet der Stiftungsrat. Ihm gehören Cathérine Hug, Sascha Renner, Lukas Heuss und Christa Meienberg an. Eine Bewerbung für den Förderpreis ist nicht möglich.

Verfremdung des Stimmorgans
Andreas Schaerer wird 1976 in Visp geboren und lebt in Bern, wo er 2006 die Hochschule der Künste abschloss. Als Sänger tourt er weltweit intensiv mit verschiedenen eigenen Projekten. Allen voran mit seinem Sextett «Hildegard Lernt Fliegen». Zudem ist er ein sehr gefragter Gastsolist. Seine Konzerte und Tourneen führen ihn nach ganz Europa, China, Japan, Argentinien, Russland, Israel, Südkorea, Ägypten, Libanon, Mexiko, Kanada und Südafrika. Als Komponist schreibt er neben der Musik für seine eigenen Projekte auch regelmässig Auftragskompositionen für klassische Ensembles und zeitgenössische Formationen, die in den Häusern Europas (KKL, Elbphilharmonie u.a.) aufgeführt wurden. Der Förderpreis soll ermöglichen, dass Andreas Schaerer einerseits sein neues Programm «Solo-Voice» entwickelt, maximale Reduktion ohne Loops und ohne Effekte. Andererseits mit einem neuen Programm «Monotasking» die menschliche Stimme im 21. Jahrhundert auslotet. Verfremdung des Stimmorgans mit elektronischen Effekten.

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