Kulturgeschichte
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Beromünster-Radioweg | Hörgeschichten unter freiem Himmel

Sieben Hörstationen laden ein, die Gemeinde mit ihren Kulturdenkmälern samt des Landessenders Beromünster und Sagen der Region zu entdecken

Beromünster ist die Wiege des Schweizer Radios. «Radio Beromünster» wurde zum Garant für guten Journalismus, zur Stimme der Freiheit, zum Quell neuer Unterhaltungsformen. Seit 2005 gibt es den Radioweg, eine begehbare Freiluft-Installation mit sieben Stationen, aus denen Hörgeschichten erklingen: Der Wanderer kann wählen zwischen einem spannenden Krimi, einem Hörspiel mit sieben mystisch-schaurigen Sagen aus der Region und einer siebenteiligen Hörfolge zur Geschichte des Radios in der Schweiz.

Die Hörgeschichten:

Der Tote und das Heilige Feuer (Krimi)

Die Gegend um Beromünster liefert die Szenerie für einen ungewöhnlichen Krimi: Wir schreiben das Jahr 1961. In der weiten Welt steuert der Kalte Krieg seinem Höhepunkt zu. Derweil feiert der Landessender im und um den Flecken Beromünster sein 30-jähriges Bestehen. Getrübt wird die Festlaune durch einen Leichenfund. Der tote Fremde, der bei der St. Theobald-Kapelle wie aufgebahrt liegt, gibt Rätsel auf. Niemand scheint den Mann genauer zu kennen. Hatte der Ermordete mit dem Mutterkorn-Anbau zu tun, der damals manchem Bauern der Gegend zu lukrativem Verdienst verhalf? Denn, so muss man wissen, eine Basler Chemie-Firma stellte daraus die Droge LSD her. Und warum trägt der Tote einen Schlüssel zum Areal des Landessenders auf sich? Der Propst des lokalen Chorherrenstifts und der Ermittler vom kantonalen Morddezernat gehen beide ihre eigenen Wege, den Mord zu ergründen, in diesem verzwickten Stück um LSD, List und Liebe. (7 Episoden)

Züsler, Türst und Sträggele (Sagen)

Die Landschaft rund um Beromünster ist voll von Gestalten mit unerklärlichen Zauberkräften und Verwandlungskünsten: Sie geistern, poltern und klagen und ziehen die Menschen seit Jahrhunderten in ihren Bann. Der Türst jagt nächtens mit seiner Meute über die Landschaft, mit heulenden Kreaturen, halb Hund, halb Schwein. Und wehe dem, der sich dem Tross in den Weg stellt oder vergisst, die Stalltüren zu öffnen! Das Betzeitläuten der Stiftskirche, das die Nacht beschliesst und den Tag eröffnet, ist die einzige erlösende Kraft. Auch die Sträggele lässt ab von ihrem bösen Tun, kaum sind die Glocken zu hören. Manch fauler Bub und manch trotziges Mädchen ist so noch mal mit dem Leben davongekommen. Andere haben schon Bekanntschaft gemacht mit dem Wiholzfraueli, dieser sonderbaren Frau im vornehmen Seidengewand. Und auch mit den Züslern ist nicht zu spassen. Denn auf der Suche nach Seelenfrieden schlagen sie Feuer aus ihrer Brust und sprühen dabei mächtig Funken. (7 Episoden)

Töne vom Wegrand der Geschichte (Dokumentation)

Der Landessender Beromünster war von 1931 bis 2008 in Betrieb: Anhand originaler Tondokumente und mit Menschen, die dem Radio Leben einhauchten, wird die bewegte Geschichte des Radios erzählt. Immer wenn es darauf ankam, war das Radio live dabei, schneller als die Zeitungen, schneller als das Fernsehen. Dabei gab es viele prominente Pannen und Versprecher, die heute noch für Schmunzeln sorgen. Sportliche Höhepunkte wurden durch die Radio-Berichterstattung lebendig wie nie zuvor. In Erinnerung gerufen werden auch einige beliebte Hörspiel-Klassiker, die regelrechte Strassenfeger waren. Spielte man in den Anfängen des Radios nur Klassisches und Volkstümliches, kamen später der Jazz und die Popmusik hinzu. Und die Einführung der Lokalradios sorgte für frischen Wind im Äther.

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