Kulturpolitik
Albert Koechlin Stiftung - Atelier X | © Tim Mossholder

Atelierstipendien für 14 Innerschweizer Kulturschaffende

Anlässlich ihres 25-Jahre-Jubiläums unterstützt die Albert Koechlin Stiftung mit 228’000 Franken Recherche- oder Reiseprojekte.

In einer Stadt, im Wald oder auf dem Schiff: «Atelier X» ermöglicht Kulturschaffenden einen Atelieraufenthalt an einem individuell wählbaren Ort oder auch eine Reise mit mehreren Stationen. «Das Ziel der Ausschreibung war es, dass Kulturschaffende Freiräume erhalten, um neue Impulse für ihr künstlerisches Schaffen zu gewinnen», sagt Anna Balbi, Projektleiterin bei der Albert Koechlin Stiftung.

Folgende Kulturschaffende und Kollektive wurden ausgezeichnet:
Kunst
 Saskya Germann, «lost places»
ready made stages in Rimini, Hamburg, Wien und La Chaux-de-Fonds
 Ruth Bättig, «Terrain Vague»
Reise durch Europa von Luzern nach Lissabon zur Erforschung von Nicht-Orten
 Kathrin Rölli, «Wälder»
Recherche in Landschaften und Wäldern: Baskenland, Alpes-de-Haute-Provence und Toskana
 Nina Wehrle und Jeroen Geel, «Was wäre, wenn»
Entwicklung von Kinderbuchgeschichten mit KI in Berlin
 Benedikt Notter, «Someo und Alpenhof»
Weiterentwicklung der künstlerischen Zeichenarbeit im Tessin und Appenzell
 Dora Wespi, «Zootiere»
Studium des Verhaltens von Zootieren in der Schweiz und in Paris
Film/Fotografie
 Isabelle Häcki, «Kirchen England»
Recherche zu und filmische Dokumentation von Kirchenumnutzungen in England
 Kezia Zurbrügg, «Atelier Wald»
Streifzug durch Urwälder und Moorgebiete, um die Eigenheiten von Fotografie und Film zu untersuchen
Musik
 Raphael Loher, «Cima Citta»
Erforschen neuer Arbeitsprozesse in der Cima Citta im Tessin
 Lukas V. Gernet, «Brasilien»
Reise nach Brasilien zur Auseinandersetzung mit brasilianischer Musik
 Christy Doran, «Irish Roots»
Nachgehen der musikalischen Prägung und Erforschen der eigenen Wurzeln
 Nils Fischer und Silke Strahl, «Köln»
Dreimonatiger Aufenthalt in Köln, um Jazzszene kennenzulernen und zu experimentieren
Theater/Tanz
 Béla Rothenbühler, Damiàn Dlaboha und Jules Gisler, «Europa»
Reise durch Europa und Inspiration durch den Besuch grosser Theaterfestivals
 Bettina Glaus, «Heldinnen»
Atelieraufenthalt in Berlin und Avignon und Recherche über Heldinnen der Vergangenheit und der Zukunft

Gesamtsumme von 228’000 Franken

Die Ausschreibung richtete sich an professionelle Kulturschaffende aller Sparten. Im Vordergrund standen individuell gestaltbare Recherche- und Reiseprojekte, die der künstlerischen Weiterentwicklung dienen. Bis zur Eingabefrist am 26. Oktober 2022 gingen insgesamt 34 Bewerbungen aller Sparten ein. Eine Fachjury hat in der Folge insgesamt 14 Atelierstipendien mit der Gesamtsumme von 228’000 Franken vergeben. Die Jury beurteilte die Eingaben als qualitativ hochwertig. Mitglieder der Fachjury waren Matthias Burki, Regula Koch, Barbara Ruf, Arno Troxler und Annette Windlin.

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