Kunst

Sophie Taeuber-Arp | Ein Leben für die Kunst

Eine einzigartige, aussergewöhnliche und intime Hommage an Sophie Taeuber-Arp

Sie ist die wichtigste Schweizer Künstlerin des frühen 20. Jahrhunderts. Nun hat Dr. Silvia Boadella, die Grossnichte der Künstlerin, ein Buch verfasst, das über die klassischen Genres einer Biografie, eines Essays oder eines Ausstellungskatalogs hinausgeht. Die Autorin beschreibt, wie Sophie Taeuber-Arp trotz der Bedrohung durch zwei Weltkriege in einer Zeit bedeutender historischer und künstlerischer Umwälzungen sich leidenschaftlich ihrer Arbeit widmete.

Silvia Boadella ist die Grossnichte von Sophie Taeuber-Arp. Als Schriftstellerin und Psychotherapeutin tätig, leitet sie das Internationale Institut für Biosynthese (Schweiz), wo sie ihre eigene Verbindung von Kunst, Therapie und Tanz unterrichtet.

Die Zürcher Buchvernissage findet im Rahmen der Ausstellung «Sophie Taeuber-Arp / Mai-Thu Perret», die vom 14. Oktober 2022 bis 30. April 2023 im Cabaret Voltaire zu sehen ist, statt.

Ausnahmekünstlerin in schweren Zeiten

Sophie Taeuber-Arp ist eine Pionierin der modernen Kunst. Sie stand im Zentrum des Zürcher Dada und gilt als wichtigste Schweizer Künstlerin zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie war Tänzerin, Malerin, Bildhauerin, Textilkünstlerin, Designerin und Innenarchitektin. Sie brachte Papier, Textilien, Holz und Glas zum Leuchten – sie band Licht an Materie in Bildern, Schmuckstücken, Stickereien, Teppichen, Marionetten, Möbeln und Skulpturen. Dieses einzigartige Porträt zeigt, wie Sophie sich trotz der Bedrohung durch zwei Weltkriege leidenschaftlich ihrer Kunst widmete. Sie fand und bewahrte durch ihre Arbeit nicht nur ihr inneres Selbst und ihre Freude unter äusserst schwierigen Umständen, sondern schöpfte daraus auch eine grosse Kraft, um zu überleben, den Herausforderungen standzuhalten und sich selbst treu zu bleiben.

Liebe, Geburt und Tod

Die Autorin, Silvia Boadella, ist die Grossnichte von Sophie Taeuber-Arp und mit ihrem Lebenswerk aufgewachsen. So kann sie mit einem intimen und empathischen Zugang, als sähe sie die Welt direkt durch Sophies Augen, aus den Erinnerungen, Geschichten und Dokumenten ihrer Familie
und aus bisher unveröffentlichten Quellen schöpfen. Ihr gelingt dabei eine wort- und bildstarke Erzählung, die erstmals Stationen aus Sophies Leben mit ihren Werken verbindet. Mit vielen sorgfältig ausgewählten Abbildungen und Fotografien aus dem Familienarchiv gestaltet sie ihre Erzählung zu einem lebendigen Erlebnis. Grundlegende Themen wie Liebe, Geburt und Tod, die für jedes menschliche Leben von zentraler Bedeutung sind, hat die Autorin in den Text eingeflochten, um einen direkten emotionalen Zugang zu Sophies Werken anzuregen und es den Leser:innen zu ermöglichen, sich kreativ mit ihnen auseinanderzusetzen und zu spüren, wie die Künstlerin in ihrer Kunst weiterlebt.

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