Was einst auf flimmernden Röhrenbildschirmen begann, hat sich zu einer der spannendsten Ausdrucksformen der Kunst entwickelt: Videokunst sprengt Grenzen, spielt mit Wahrnehmungen, erzählt Geschichten. Zwei komplementäre Ausstellungen im Kunstmuseum Solothurn und im Aargauer Kunsthaus zeigen, welche Spuren die Videokunst in der Schweiz hinterlassen hat. Die unterschiedlichen Präsentationen stehen miteinander in Dialog und sind auf die jeweilige Institution zugeschnitten.
Videokunst – von flimmernden Röhren zu radikalen Erzählformen
- Publiziert am 9. Januar 2026
Zwei Ausstellungen im Aargauer Kunsthaus sowie im Kunstmuseum Solothurn widmen sich der Kraft des bewegten Bildes.
Videokunst im Wandel
Die Kooperation setzt herausragende Arbeiten der Schweizer Videokunst in Szene und bringt so die reiche Vielfalt der künstlerischen Möglichkeiten im Umgang mit dem Medium von den 1960er-Jahren bis heute zur Geltung. Die Ausstellungen sind allerdings nicht als retrospektiver Überblick der Schweizer Videokunst angelegt. Vielmehr regen sie dazu an, sich mit der Technik und der ästhetischen Entwicklung des bewegten Bildes auseinanderzusetzen. Sie veranschaulichen sowohl die Veränderungen zeitbasierter Medien über die Jahre hinweg als auch die innovativen künstlerischen und konzeptionellen Ansätze, die sie geprägt haben. Immer geht es auch um Fragen der Bildproduktion, des digitalen und analogen Materials sowie um die Rolle technischer Prozesse innerhalb künstlerischer Strategien.
Kooperationen
Teil des kuratorischen Teams sind auch Karin Wegmüller und Aufdi Aufdermauer, Gründerinnen der Videocompany in Zofingen. Sie bringen ihr langjähriges Know-how im Bereich Produktion und Technik von Videokunst in die Konzeption der Ausstellungen mit ein. Die Präsentationen vereinen Leihgaben aus öffentlichen wie privaten Sammlungen und werden ergänzt durch die Bestände der Institutionen, in denen sich zentrale Werke der Videokunst befinden. Diese Auswahl umfasst jeweils auch neu produzierte Werke. Das Kunstmuseum Solothurn zeigt zudem Leihgaben aus dem Aargauer Kunsthaus und umgekehrt, wobei einige Kunstschaffende an beiden Orten mit unterschiedlichen Werken vertreten sind.
(Textgrundlage: Aargauer Kunsthaus)