Die Shedhalle in der Zürcher Roten Fabrik startet mit der internationalen Gruppenausstellung «Aaaand... Scene / Und... Szene» in eine neue Ãra. Unter der neuen Leitung von Laura Amann Maran und Jen Kratochvil wird der gesamte Raum selbst zur Szene, in der Objekte, Körper und Erzählungen neu zueinander in Beziehung treten.
Shedhalle: Wenn Infrastruktur zur Kunst wird
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Kunstwerke und Ausstellungsarchitektur verschmelzen zu einer performativen Bühne, die das Wesen des Ausstellungsmachens radikal hinterfragt.
Re-Props: Kunst mit Funktion
Im Zentrum stehen die sogenannten «Re-Props». Dabei handelt es sich um künstlerische Beiträge, die gleichzeitig als autonomes Kunstwerk und als funktionale Infrastruktur dienen, etwa als Sitzgelegenheit, Trennwand oder Displaysystem. Diese modularen Arbeiten sind darauf ausgelegt, über Jahre hinweg im Programm der Shedhalle zu verbleiben und sich immer wieder an neue Kontexte anzupassen.
Ein langfristiges Experiment
Anstatt die Architektur als neutralen Hintergrund zu behandeln, rückt die Schau das ins Rampenlicht, was normalerweise hinter den Kulissen verborgen bleibt. Namhafte Küstler:innen wie Liam Gillick, Monster Chetwynd und Toni Schmale gestalten diesen Prozess mit. Die Ausstellung markiert den Auftakt eines mehrjährigen Programms, das die Institution als lebendige, sich stetig wandelnde Bühne begreift
