Der andere Blick auf Nigeria: Ein Land, das angeschlagen ist, etliche blaue Flecken abbekommen hat, aber keinesfalls gebrochen ist. | © Fati Abubakar

Photobastei Zürich | «Bruised not broken» | Die andere Sicht

Neue Ausstellungsreihe mit Bildern von Fotografinnen aus Afrika und Asien.

Nigeria ist bei uns in den Medien fast immer ein Land der politischen Schlagzeilen. Der jungen Fotografin Fati Abubakar ist es wichtig, mit ihren Fotos auch andere Seiten ihres Landes zu zeigen. - «Bruised not broken» heisst die Auftaktsaustellung einer neuen Reihe in der Photobastei.

Humorvoll, würdevoll – aber auch gezeichnet von Trauer und Verlust
Selbstmordanschläge, Entführungen und Morde gehören zum Lebensalltag in Nigeria. Liest und hört man heute bei uns über Nigeria, dann oft im Zusammenhang mit Entführungen von Schulmädchen und Boko Haram, der islamistischen Terrororganisation, die seit Jahren im Nordosten des Landes wütet. Doch es gibt auch einen Alltag hinter diesen Schlagzeilen. Die junge Fotografin Fati Abubakar fängt mit ihrer Kamera die glücklichen und hoffnungsvollen Momente in ihrem Heimatort Maiduguri ein: Kinder auf dem Weg zur Schule, Feierlichkeiten, Arbeiterinnen bei der Feldarbeit und Freundinnen beim Schwatz. Die Porträts sind farbig, humorvoll, voller Würde, aber oft auch gezeichnet von Trauer und Verlust. Fati Abubukar hat vor gut zwei Jahren begonnen, ihre Fotos auf Instagram unter «bitsofborno» zu veröffentlichen und hat damit weltweit Beachtung gefunden. Ihre Bilder wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen in Afrika, aber auch in den USA und Europa gezeigt.

«Neue Sichten auf vermeintlich Bekanntes»
«Bruised Not Broken» ist die Auftaktausstellung der Reihe «Der andere Blick: Fotografinnen aus Afrika und Asien». Bettina Kubli, Initiantin dieses Kulturprojektes, möchte neue Sichten auf vermeintlich Bekanntes zeigen, das Publikum für andere Lebenswelten sensibilisieren. Der Fokus ist dabei ausschliesslich und bewusst auf weibliche Fotografinnen aus Afrika und Asien gerichtet – mit ihren Fotos erzählen die Frauen auch ihre persönliche Emanzipationsgeschichte.

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