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Nidwaldner Museum | Jesco Tscholitsch

Wie fühlt es sich an, wenn man sich selber küssen könnte?

«Kiss yourself» ist eine von drei Arbeiten des Fotografen Jesco Tscholitsch, die das Nidwaldner Museum in der Ausstellung «synchronik» zeigt.

Neuer Kunstpavillon
Von März bis Juni 2011 weilte der gebürtige Stanser Jesco Tscholitsch im Zentralschweizer Atelier in Berlin. In dieser Zeit entstanden drei Arbeiten: «Kiss yourself», «Tagebuchbilder» und «Porträts von SynchronsprecherInnen». Mit «Synchronik», so der Obertitel der Ausstellung, ist nun der neue Kunstpavillon in Stans eröffnet worden, der die bestehenden Ausstellungsräume des Nidwaldner Museums ergänzt. Um ein akzentuiertes Vis-à-vis zum Winkelriedhaus zu schaffen, ist der Pavillon als massiver Körper gestaltet. Der Neubau ist in Sichtbeton ausgeführt – eine bestechende Arbeit des Hergiswiler Architektenteams Unit.

Kraft der Vorstellung
Die Arbeit «Tagebuchbilder» beschäftigt sich mit Berlin. Wie stellt man sich die Stadt vor, wenn man noch nie da gewesen wäre? Berlin aus dem Kopf, Vertrautes herausgefiltert, Klischeevorstellungen ergründet: So entwickeln sich urbane Stimmungsbilder mit einer verschobenen, vielleicht nie dagewesenen Zeitdimension. In Berlin leben die meisten deutschen Synchronsprecher. Sie werden mit bekannten Hollywoodgrössen in Verbindung gebracht, ihr eigenes Gesicht bleibt jedoch unbekannt. Mit seiner Arbeit «Porträts von SynchronsprecherInnen» gibt Jesco Tscholitsch dieser Berufsgruppe ein Gesicht. Wie sieht der Mann aus, der seine Stimme Brad Pitt leiht? Mögliches «Kronjuwel» der Ausstellung dürfte jedoch die Serie «kiss yourself» sein. Sie ist eine Weiterentwicklung eines Themas, das den Künstler seit längerer Zeit beschäftigt: Spiegelung und Verdoppelung.

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