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Migros Museum für Gegenwartskunst | Maja Bajevic

Ihre Kunst ist politisch und aufwühlend, nicht nur zum Anschauen, zum Mitfühlen und Mitdenken.

Maja Bajevic bezieht mit ihrer Kunst politische Positionen. Immer wieder stellt sie die Frage nach der eigenen Identität, deren Lügen und Wahrheiten. Mit Power, Governance und Labor zeigt das Migros Museum für Gegenwartskunst eine Mid-Career Übersichtsausstellung der bedeutenden französisch-bosnischen Künstlerin.

Mid-Career Übersicht
In einer grossen Übersichtsausstellung zeigt das Migros Museum für Gegenwartskunst das Werk der französisch-bosnischen Künstlerin Maja Bajevic (*1967 in Sarajevo, Bosnien-Herzegowina). Der Fokus der Ausstellung liegt auf ihrem Schaffen der letzten zehn Jahre, erweitert durch neue Werke, die für die Zürcher Ausstellung entstanden sind. Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet die Künstlerin an unterschiedlichsten Fragestellungen, die um Globalisierung, In- und Exklusion, Ausbeutung, Neoliberalismus und deren Wechselwirkungen kreisen. Bajevic stellt dabei auch immer wieder die Frage nach der eigenen Identität und Heimat und wie sich diese konstituiert bzw. eine solche «verunmöglicht» wird. Die Präsentation im Migros Museum für Gegenwartskunst verdeutlicht Bajevics kontinuierliche Arbeit an Themen wie der Missbrauch von Macht und Religion, Migration und Marginalisierung des Fremden sowie die Spannung zwischen lokal und global. Dabei setzt Bajevic ihr Werk in die Tradition einer Kunst, die eine soziale, aufklärende Funktion übernimmt und auf eine Veränderung des vorherrschenden Bewusstseins setzt.

Macht – Wie? Wer? Warum?
Viele der in der Ausstellung gezeigten Arbeiten Bajevics analysieren in ihren Fragestellungen unterschiedliche Machtkonstellationen und Machtverteilungen. Insbesondere richtet die Künstlerin den Fokus auf Mechanismen, die sozialen und politischen Systemen zugrunde liegen, sowie auf deren manipulatives und entmündigendes Potenzial. Ein besonders häufiger Inhalt ihrer künstlerischen Analyse ist die Machtausübung politischer oder religiöser Autoritäten und deren Einschreibung respektive Festsetzung in einer individuellen Weltanschauung. Welches sind die Instrumente staatlicher Macht, und welcher Strategien und Medien bedient sie sich? Wo ist die Grenze zwischen Fakten und gezielter staatlicher, ökonomischer oder religiöser Manipulation, subtiler und offensichtlicher politischer Propaganda?

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