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Kunstverein Oberaargau | Portrait

Der Kunstverein Oberaargau setzt sich für ein lebendiges Kunsthaus Langenthal ein. Er will die Kunst zu den Leuten bringen.

Wenn Kreaturen mit ihrem Umfeld verwachsen und mutieren, war die junge Künstlerin Anna Shirin Schneider am Werk. Der Kunstverein Oberaargau gibt ihr und anderen aufstrebenden Künstler:innen mit dem Kunsthaus Langenthal eine Plattform. Professionell kuraiert!

Fulminanter Start und Skandale
Der Start des Kunsthauses Langenthal war dem Kunstverein Oberaargau 1992 wahrhaftig geglückt: Stolze 22000 Besucher wollten die Eröffnungsausstellung «Hodler und der Oberaargau» sehen. Weitere Ausstellungen noch im selben Jahr fanden ein grosses Publikum. Eine Amiet-Ausstellung folgte zwei Jahre später, wegen grosser Nachfrage wurde sie verlängert.
Im Lauf der Zeit entwickelte sich das Kunsthaus zunehmend zur Plattform für Gegenwartskunst. Zuweilen sorgten auch einmal einzelne Werke für den einen oder anderen Skandal. So etwa durch das Kunstminarett auf dem Dach des Gebäudes, oder durch eine Hakenkreuz-Installation aus Geschirr.

Professionalisierung durch angestellte Kurator*innen
Inzwischen sind ein paar Jahre vergangen. Innerhalb des Kunstvereins hat eine personelle Verjüngung stattgefunden. Mit Marianne Burki nahm 1999 die erste angestellte Kuratorin ihre Arbeit auf. Auf sie folgte 2006 Fanni Fetzer. Mit Raffael Dörig ist seit 2012 der dritte angestellte Kurator für die operative Leitung des Kunsthauses tätig.

Ausdrücken, was Worte nicht beschreiben können
Mit dem Betrieb des Kunsthauses will der Kunstverein eine Plattform bieten, um aufstrebende Künstler bekannt zu machen. Vorstandsmitglied Thomas Maurer sieht im Verein eine Möglichkeit, sich für die Kunst einzusetzen, „und somit auch für die Gesellschaft“, wie er im Video sagt. Mit der Förderung der Kunst will er der Fantasie einen Stellenwert geben. „Kunst appeliert an die Gefühle und an die Fantasie und kann Dinge zum Ausdruck bringen, die man mit Worten nicht beschreiben kann“, sagt Maurer. Persönlich schätzt er den Austausch mit Künstlern, Kuratierenden und den übrigen Mitgliedern des Vereins.

Aktuelle Schweizer Kunst und internationale Positionen
Das Kunsthaus Langenthal bietet in jährlich sechs bis acht Ausstellungen Einblicke in das zeitgenössische Kunstschaffen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktueller Schweizer Kunst, ergänzt mit internationalen Positionen, welche miteinbezogen werden. Innerhalb der Schweizer Kunstlandschaft positioniert sich das Kunsthaus Langenthal als Ort, an dem erste Einzelausstellungen von jungen, vielversprechenden Künstler*innen stattfinden und in Gruppenausstellungen aktuelle Fragen und Strömungen behandelt werden. Regelmässig werden die Bachelorarbeiten von Student*innen der Hochschule der Künste Bern ausgestellt. Zudem werden immer wieder thematische Fäden zum Standort Langenthal und zum Kanton Bern geknüpft. Das Kunsthaus ist ein Ort der Produktion und der Premieren: Zumeist entstehen neue Werke eigens für die Ausstellungen.

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