Ausstellungen
Player laden ...

Kunstmuseum St.Gallen | Pierre Bismuth - «WHERE IS ROCKY II?»

Pierre Bismuth verbindet Hollywoodfilm und Werbematerial zur konzeptuellen Kunst und untersucht die Kultur des Spektakels.

Der französische Oscar-Preisträger, Künstler, Drehbuchautor und Regisseur Pierre Bismuth präsentiert in seiner Einzelausstellung in der Lokremise St.Gallen eine Reihe von Trailern, die von seiner letzten grossen, starbesetzten Filmproduktion «Where Is Rocky II?» ausgehen.

WHERE IS ROCKY II?
Die enigmatische, in der Mojave Wüste hinterlassene Skulptur, gibt die Eckpunkte des Films vor, der sich auf verschiedenen cinematographischen Ebenen bewegt. Vom Genre des Dokumentarfilms ausgehend, weitet sich die Handlung zum Actionfilm, um schliesslich, in einer verwickelten Suche durch zeitgenössische Kunst und Film, feingliedrige Strukturen des Sehens anzusprechen. Mit einer aktuellen Filmsprache, dem Einsatz bekannter Autoren und berühmter Schauspieler schafft Bismuth ein Spielfeld, auf dem die Frage nach der Kreativität und der künstlerischen Vorstellungskraft die Hauptrolle spielt. Der Film selbst ist eine grosse Hommage an die Drehbuchautoren, in deren Köpfen der Film entsteht, bevor er auf der Leinwand für das Publikum sichtbar wird.

Pierre Bismuth, der 2005 mit dem Oscar für das beste Originaldrehbuch für den Film «Eternal Sunshine of the Spotless Mind» ausgezeichnet wurde, ist bekannt für sein vielschichtiges, konzeptuelles Schaffen, das sich verschiedenster künstlerischer Vorgehensweisen bedient. Es gelingt ihm, die konzeptuelle Kunst in die Nähe alltäglicher Gesten zu führen und damit visuelle Gewohnheiten und festgefahrene Bilder unserer Imagination aus den Angeln zu heben.

Kommerzielle Werbeartikel werden zur Kunst
T-Shirts, Kaffeetassen, Baseballmützen mit Bildern und Aufschriften: für die Ausstellung entsteht eine ganze Reihe von Produkten, die in der Art kommerzieller Werbeartikel den Film Where Is Rocky II? bewerben. Mit zahlreichen Trailern und Teasern, kurzen Werbefilmen zum Film, konstruiert die Ausstellung letztlich einen mythischen Moment der Kunst: den Versuch, etwas zu zeigen, was in seinen Ursprüngen undurchschaubar bleibt.

weniger lesen

Mehr Kunstmuseum St.Gallen

Kulturnachrichten

CLICK Unser eMagazin