Kunst
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Kunstmuseum Luzern | TURNER Das Meer und die Alpen

Atmosphäre pur, Sonnenlicht, Sturm, Katastrophen - und immer wieder die Rigi.

Der britische Maler William Turner bereiste die Schweiz auf der Suche nach spektakulären Motiven mehrfach. So auch Luzern, um hier das einmalige Zusammenspiel von Licht und Wetter, See und Bergen, zu studieren. Seine Eindrücke hielt er in Skizzen und leuchtenden Aquarellen fest. Die Beobachtung und Darstellung sowohl des Meeres als auch der Alpen waren für Turner zentral: Hier kumulieren Schönheit und Bedrohlichkeit der Natur direkt zum Sujet des Erhabenen, das für die Romantik essentiell ist.

200-Jahr-Jubiläum
Turners Begeisterung für die Schweiz war so gross, dass er sie zwischen 1802 und 1844 insgesamt sechsmal besuchte. Dabei musste er natürlich auch jedes Mal das Meer überqueren. In der Schweiz war er mit der Kutsche unterwegs und – so oft es ging – mit dem Schiff. Mit  «Turner Das Meer und die Alpen» feiert das Kunstmuseum Luzern 2019 das 200-Jahr-Jubiläum der Kunstgesellschaft Luzern, dem Trägerverein des Kunstmuseums Luzern. Denn der britische Maler war in jener Zeit in der Schweiz, als zu Beginn des 19. Jahrhunderts vor allem dank der Briten der Tourismus aufkam und die Zivilgesellschaft zahlreiche Vereinsgründungen initiierte, darunter auch die Kunstgesellschaft Luzern.

Superstar der Romantik
Joseph Mallord William Turner (1775-1851) gilt als der bedeutendste Maler Englands der Romantik und wurde schon zu Lebzeiten in seiner Heimat sehr berühmt. Allerdings wurde er auch heftig kritisiert, da sein atmosphärischer Stil althergebrachte Sehgewohnheiten hinterfragte. Die breitere europäische Kunstwelt erkannte seine Bedeutung erst gegen die Jahrhundertwende um 1900 im Impressionismus, mit dem Turner viel gemeinsam hatte. Die in Luzern ausgestellten Bilder von Turner stammen hauptsächlich von der renommierten Galerie Tate Britain in London, die die weltweit grösste Sammlung an Turnern-Bildern besitzt und seinen Nachlass verwaltet.

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