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Kunstmuseum Luzern | Lebenszeichen

Im Jubiläumsjahr „10 Jahre Kunstmuseum im KKL Luzern“ wartet das Kunstmuseum Luzern mit einer ambitionierten thematischen Ausstellung auf.

LEBENSZEICHEN knüpft an die erfolgreiche Luzerner Ausstellungstrilogie Another World: 12 Bettgeschichten (2002), me&more (2003) sowie a kind of magic (2005) an.

Von ihren Ursprüngen bis ins heutige 21. Jahrhundert setzt sich die Kunst mit grossen Lebens­fragen auseinander. Die Ausstellung LEBENSZEICHEN widmet sich der Art, wie sie immaterielle Güter wie Prinzipien und Werte, aber auch existenzielle Erfahrungen fassbar und begreifbar macht. Ihre besondere Spannung bezieht die Ausstellung daraus, dass zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler altes, künstlerisch überliefertes Wissen in ihre Werke einfliessen lassen, um damit der Befindlichkeit des 21. Jahrhunderts eine Perspektive zu verleihen.

In der ersten Sektion der Ausstellung untersuchen verschiedene Künstlerinnen weibliche göttliche Prinzipien und Mythen und die Prägungen, die sie im Verlauf der Geschichte erfahren haben. Hier begegnet man unter anderem Nancy Spero, Louise Bourgeois und Ana Mendieta, den grossen Pionierinnen der Kunst der 1960er und 1970er Jahre sowie mit Kiki Smiths Lilith, Eva und Virgin Mary einer Neuinterpretation von drei bedeutungsvollen Figuren aus der Kultur- und Religionsgeschichte.

In der darauf folgenden raumfüllende Videoprojektion schält sich die israelische Künstlerin Sigalit Landau in einer zugleich poetischen wie hoch politischen Performance als „junge Göttin“ des 21. Jahrhun­derts aus einer auf dem Toten Meer treibenden Spirale von Wassermelonen. Diese Arbeit leitet von den bildlichen Darstellungen zu einer neuen Art von LEBENSZEICHEN über, den abstrakten Formen. Der zweite Schwerpunkt der Ausstellung widmet sich folglich der Bedeutung von Zeichen, Symbolen und Ornamenten in der heutigen Zeit. Als ein Höhepunkt erweist sich der Raum Sanctuary, den Philip Taaffe speziell für LEBENSZEICHEN geschaffen hat.

Der dritte Teil der Ausstellung thematisiert Mythen, Geschichten und Rituale. Er beginnt bei indischen Bevölkerungsgruppen, die versuchen, ihre durch kriegerische, politisch oder religiös motivierte Konflikte existenziell bedrohte Lebenssituation mittels der Rückbesinnung auf ihre Traditionen zu verarbeiten (künstlerisch umgesetzt in der Videoinstallation von Amar Kanwar) und führt über den „WaqWaq“-Orakelbaum, ein begehbares Labyrinth und einen neuzeitlichen Garten Eden bis zu einem von Hip-Hoppern betanzten Sandmandala.

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