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Kunsthalle Palazzo | Regiopark – Studiolo furniture

Zwei junge Kuratoren lassen ein geschichtsträchtiges Zürcher Atelierhaus neu erblühen. Sie bitten die zwei Künstler Lorenzo Bernet und Yannic Joray extra dafür eine spezielle Möbeledition zu schaffen. Diese ist gegenwärtig in der Kunsthalle Palazzo zu sehen.

Furniture
«Regiopark – Studiolo Furniture» ist die erste institutionelle Einzelausstellung der in Zürich lebenden Künstler Lorenzo Bernet und Yannic Joray. Gezeigt werden Möbel, die sie im Auftrag der jungen Kuratoren Fredi Fischli und Niels Olsen für das Atelierhaus STUDIOLO in Zürich geschaffen haben. Bernet und Joray interessieren sich in dieser Zusammenarbeit für die Produktionsmethoden der Kreativindustrie und die damit verbundenen strategischen Fragen: Welche Bedingungen braucht es, damit Ideen entstehen können? Wie werden diese Arbeitsbedingungen formuliert und organisiert? Wird dieser Arbeitsprozess auch in den entwickelten Produkten sichtbar, und inwiefern beeinflusst eine prototypische Palette nachfolgende Arbeitsschritte?

Studiolo
Die beiden Kuratoren Fredi Fischli und Niels Olsen wurden in die Kunsthalle Palazzo eingeladen, um die auf diese Weise entstandenen Möbel vorzustellen. Mit dem Entwurf der Möbeledition diskutieren Bernet und Joray das Format eines zeitgenössischen Studiolos: Studierzimmer, Atelier und Ausstellungsraum zugleich. Es entstanden Möbel zur vielfältigen Nutzung am Ort von Produktion und Rezeption. In ihrer vielseitig verwendbaren Form dienen sie künftig ausstellenden Künstlern als Ausstellungsarchitektur oder Arbeitsinstrument und bilden zudem das beständige Inventar eines Studierzimmers mit Bibliothek.
«Da jene Prozesse durch die Möbeledition begleitet und unterstützt werden sollen, stellt sich für uns aus künstlerischer Sicht nicht die Frage nach einem optimalen, sprich normativen Arbeitsumfeld, etwa im Sinne des Action Office von Herman Miller, vielmehr konzentrieren wir uns dabei auf den künstlerischen Arbeitsprozess an sich. Das heisst, wir verstehen die Möbeledition auch als eine adaptive Plastik, die nicht zuletzt durch diese kollaborativen und assoziativen Momente produktives Potenzial entwickelt.»

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