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Kunsthalle Basel und Kunstverein | Portrait

In der Basler Kunsthalle können aufstrebende Künstler Premieren feiern. Und Kunst aus aller Welt soll ihren Auftritt haben.

Menschen miteinander zu vernetzen, denen zeitgenössische Kunst - jenseits des Kunstmarkts - am Herzen liegt, das ist für Präsident Martin Hatebur die wichtigste Funktion des Basler Kunstvereins. Er ist Träger der Kunsthalle, seit 2014 steht Elena Filipovic an deren Spitze.

Bis zu zehn Ausstellungen pro Jahr

Die Kunsthalle Basel insbesondere für ihr tiefgreifendes Engagement für aufstrebende Künstler*innen bekannt. Mit bis zu zehn Ausstellungen pro Jahr, oft mit neuen Produktionen und begleitet von Künstlergesprächen, Performances und Filmvorführungen, will die Kunsthalle Basel der Treffpunkt sein für die Betrachtung von zeitgenössischer Kunst und ein Ort für Debatten darüber.

Freundschaftliche Beziehungen zwischen Künstlern und Kunstfreunden

Ins Leben gerufen hat die Kunsthalle der Basler Kunstverein. Seit dessen Gründung am 25. November 1839 sind inzwischen 180 Jahre vergangen.
Seit ihrer Grundsteinlegung 1869 ist die Kunsthalle Basel ein wichtiger Ort im Basler Kunstgeschehen. An der Eröffnungsfeier im Frühjahr 1872 umriss Vereinspräsident Johann Jakob Im Hof die Gründungsziele mit den Worten, der Kunst eine ‚Stätte‘ zu bieten, an welcher die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Künstlern und Kunstfreunden gepflegt und das Kunstinteresse der „Vaterstadt“ angeregt, gefördert und verbreitet würden.

Neben Casino und Konzerthalle
Das neoklassizistische Gebäude am Steinenberg wurde nach den Plänen des Architekten Johann Jakob Stehlin erbaut. In direkter Nähe zum Stadttheater und dem Stadtcasino, das als Konzerthalle dient, ergänzt es das städtebauliche Kulturensemble um die Sparte der bildenden Kunst.
Anfänglich dienten die Räumlichkeiten der Kunsthalle vor allem der Verwahrung und Präsentation der Kunstsammlung des Vereins. Die Ausrichtung der Kunstpflege, die zu Beginn noch nationalistischen Idealen verpflichtet war, wurde bald überdacht. Mit Übergabe der bis zur Jahrhundertwende ehrenamtlich geführten Geschäfte an einen Konservator wurde der Grundstein für einen modernen und lebendigen Ausstellungsbetrieb gelegt.

Barth erster Konservator
Der Ausstellungsbetrieb im 1872 eröffneten Haus blieb jedoch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts meist Mitgliedern der Kommission des Vereins oder wechselnden assoziierten Personen überlassen. Dies änderte sich im Jahr 1909, als der erste Konservator Wilhelm Barth die Nachfolge des damaligen Vereinssekretärs Emanuel Bernoulli übernahm.
Barth lag viel an der Vermittlung zeitgenössischer Kunst im nationalen wie europäischen Kontext. Besonders interessierten ihn der französische Impressionismus und seine Auswirkungen.

Er zeigte Vincent van Gogh (1924) und Paul Gaugin (1928). Seine frühe Picasso-Ausstellung im Jahr 1914 wurde ein Achtungserfolg ebenso wie seine Ausflüge in die deutsche Malerei mit der Ausstellung der Künstlervereinigung Die Brücke (1913).
Unter Mithilfe des Künstlers Alexander Zschokke entstand die Ausstellung Moderne Deutsche Malerei (1921). Einzelausstellungen zu Ernst Ludwig Kirchner (1923), Emil Nolde (1928) und Max Beckmann (1930) folgten.

Ab 2014 erstmals Frau an Spitze
Auf Barth folgten die Konservatoren Lucas Lichtenhan, Robert Th. Stoll, Arnold Rüdlinger, und viele weitere mehr. Die Website der Kunsthalle Basel würdigt jeden einzelnen im Rahmen einer ausführlichen Geschichte des Kunstvereins.

Mit der in Los Angeles geborenen Kunsthistorikerin und Kuratorin Elena Filipovic steht seit 2014 erstmals eine Frau an der Spitze der Kunsthalle. Die Direktorin setzt mit ihrem Ausstellungsprogramm die Tradition der Kunsthalle Basel, aufstrebende Künstler*innen sowie experimentelle Ausstellungsformate zu zeigen, fort.
 

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