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Hochmoor von Gais (AR) | «Klang—Moor—Schopfe»

Soundinstallationen von zehn nationalen und internationalen Kunstschaffenden, Soundtüftler*innen und Tonkünstler*innen.

«Klang—Moor—Schopfe» macht ein breites Spektrum zeitgenössischer installativer Klangkunst in einer wunderbaren Landschaft hör- und erlebbar. Künstler*innen wie Roman Signer, Olga Kokcharova, Norbert Möslang, Jason Kahn u.a. verwandeln alte landwirtschaftliche Scheunen in Klanginstallationen. Unser Kunsthighlight im Herbst!

Video folgt

Klangwelten in alten Scheunen
Die Moor-Landschaft bei Gais im Kanton Appenzell Ausserrhoden mit ihren Riedwiesen und die dazu gehörenden Scheunen am Fuss des Hirschbergwaldes bilden die räumliche und akustische Ausgangslage für die ortsspezifischen Installationen. Neun ursprünglich landwirtschaftlich genutzte Scheunen im Umkreis von 500 Metern werden von ausgewählten Künstler*innen mit ihren Soundinstallationen bespielt. Darunter auch Pioniere des Genres wie etwa Norbert Möslang (*1952). Er bewegt sich an der Schnittstelle von bildender Kunst und Musik. Er bedient sich brach liegender Geräusche und nutzt die Gesetzmässigkeiten von Physik und Elektronik, um Räume zum Klingen zu bringen. Möslang gilt international als Vorreiter des sogenannten «Hardware Hackings». Neben Auftritten in Japan, Europa, Nord- und Südamerika wurde er für seine Arbeit als Filmkomponist bereits mehrfach ausgezeichnet.

Vielfältiges Rahmenprogramm
Spannend hört sich auch das dichte Rahmenprogramm zur Veranstaltung an. Geboten werden Konzerte, Workshops und Debatten. «Fango für die Ohren» bietet beispielsweise das Konzert von Julian Sartorius. Das Konzert startet im Hochmoor. Die vorhandenen Strukturen und Materialien werden zum Instrument. Die gefundenen Sounds und Rhythmen werden schliesslich auf das bereit gestellte Schlagzeug im «Piccolo Arsenale», quasi das Festivalzentrum, übertragen und weitergesponnen. Die Debatte «Swissness» in der Musik: Muss das wirklich sein? geht der Frage nach, ob es überhaupt so etwas wie einen «Schweizer Klang» gibt. Wann ist der künstlerisch interessant, wann wird er touristisch? Und was haben wir davon? Der Workshop «Armoniapolis» wiederum beschäftigt sich mit dem gleichnamigen musikalisches Konzept, das zum bewussten Hören und kreativen Umgang mit Klängen anregt. Im Workshop kreieren die Teilnehmenden eine eigene Höranregung für das Hochmoor Gais, die in der interaktiven Weltkarte www. armoniapolis.com verzeichnet wird. Ganzes Rahmenprogramm als PDF

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