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Haus Konstruktiv I Nelly Rudin

Mit der umfangreichen Retrospektive «Open Space» der Zürcher Malerin und Plastikerin Nelly Rudin wird eine wichtige Vertreterin der Nachfolgegeneration der Zürcher Konkreten gewürdigt.

Nelly Rudin
Nelly Rudin, 1928 in Basel geboren, arbeitete nach ihrer Ausbildung an der Basler Kunstgewerbeschule (1947–1950) für diverse Grafik- und Werbeateliers in Basel und Zürich. 1953 erfolgte ihr Umzug nach Zürich. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Zürcher Künstler Max Bill, Richard Paul Lohse, Verena Loewensberg und Camille Graeser längst als Schrittmacher einer logischrationalen Formsprache etabliert, die das Erbe der europäischen Avantgarde aus den 1910er und 20er Jahren würdig – und mit internationalem Renommee – weiterentwickelten.
Die Entscheidung darüber, was in der Kunst das Wesentliche sei, lässt sich im Zürich der 1950er und 60er Jahre kaum unabhängig von den Aktivitäten der Zürcher Konkreten denken. Dreh- und Angelpunkt ihrer Zielsetzungen war die Autonomie der Kunst, verstanden als deren Potenzial, die Wirklichkeit aktiv zu gestalten anstatt sie nachahmend wiederzugeben.

Die Ausstellung
Die Einzelausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin entstanden ist, dokumentiert das Schaffen Rudins ab Mitte der 1960er Jahre bis heute. Neben den Leihgaben der Künstlerin sind auch zentrale Werke Rudins aus privaten und öffentlichen Sammlungen zu sehen. Die Ausstellung, die sich auf drei Stockwerken ausdehnt, präsentiert eine Auswahl ihrer Bildobjekte sowie ihrer Aluminium- und Acrylglasobjekte – und schlägt den Bogen zu einer erstmals realisierten begehbaren Rauminstallation, die die grosse Ausstellungshalle in ein offenes Bild verwandelt. Die Retrospektive von Nelly Rudin wird von einer umfangreichen Ausstellungspublikation begleitet.

Bereits im Jahr 2000 würdigte das Haus Konstruktiv Nelly Rudin mit einer Ausstellung. Heute, elf Jahre später, erscheint ihre radikale Sprache noch aktueller und auf eine unnachahmliche Weise noch lustvoller: Rudins Arbeiten der letzten Jahre machen deutlich, wie zeitgemäss die Strategien der Reduktion weiterentwickelt werden können.

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