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Haus für Kunst Uri | Poesie des Alltäglichen

Wenn aus einem scheinbar banalen Alltagsgegenstand hochkarätige Kunst entsteht.

Künstler*innen beschäftigen sich seit über hundert Jahren mit vorgefundenen Gegenständen: von Marcel Duchamps Readymades über die dadaistischen Collagen bis zu den Assemblagen der Nouveaux Réalistes. Auch in der zeitgenössischen Kunst wird immer wieder die Grenze zwischen Kunst und Gebrauchsgegenständen ausgelotet. Das Haus für Kunst zeigt drei eindrückliche künstlerische Positionen, die die Wechselwirkung von Kunst und Alltag demonstrieren.

Die Ausstellung Gespräche mit Mondviolen im Dachstock des Haus für Kunst Uri, kuratiert von Dr. Melanie Grütter, Institut Kulturen der Alpen, Altdorf, wirft mit den Arbeiten von Anna Comiotto, Flo Kaufmann, Luc Jacquet und Francis Hallé einen Blick auf unser Wissen um Pflanzen. Mit künstlerischen, literarischen, kulinarischen, musikalischen und botanisch – historischen Perspektiven wird ein Einblick in den Kosmos der Pflanzen geschaffen.

Aimée Moreau, geboren 1926 in Paris lebt und arbeitet in Genf. Sie schuf in ihrem langen Leben ein überschaubares malerisches Werk, das im Stil der neuen Sachlichkeit Gegenstände ihres unmittelbaren Alltags festhält. Scheinbar Banales erfährt durch die malerische Umsetzung eine eindrückliche Würdigung. Die Künstlerin wird zum ersten Mal eine grössere Serie ihrer Arbeit in einer öffentlichen Institution zeigen.

Martín Mele , geboren 1960 in Buenos Aires lebt und arbeitet in Buenos Aires und Düsseldorf. Seine Materialwahl spielt mit der haptischen Wahrnehmung, um verschiedene Möglichkeiten des Empfindens auszudrücken. Fundstücke aus dem Brockenhaus oder vom Strassenrand Mitgenommenes und Sperrmüll dienen ihm als Basis seiner Installationen und Objekte. Der materielle Überfluss erhält bei Mele eine neue Existenz – materielle Transformationen des Alltäglichen und Vertrauten.

Ulrich Meister, geboren 1947 in Schaffhausen lebt und arbeitet seit 1967 in Düsseldorf. Der Künstler thematisiert einen zentralen Aspekt der Kunst des 20. Jahrhunderts, die Ästhetik des Trivialen und Banalen. Bei ihm wird der Gegenstand in seiner Einzigartigkeit dargestellt und ist Ausgangspunkt einer poetischen Enzyklopädie des Alltags.

Textgrundlage: Barbara Zürcher, Haus für Kunst Uri

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