Kunst
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Haus für Kunst Uri | Familienbande

Eine Gruppenausstellung, in der Literatur, Film, Malerei und Fotografie mit den lebenslangen Banden spielen, die Familien bilden.

Gross ist die Bedeutung des Familienalbums, der modernen Ahnengalerie. Stolz und Peinlichkeit liegen oft nahe beieinander, aber unserer Familiengeschichte entkommen wir nicht. Literatur, Film, überhaupt die visuellen und darstellenden Künste machten sich das komplizierte und anregende Thema der familiären Beziehungen schon immer zum Thema. Das Haus für Kunst Uri eröffnet mit sechs Kunstschaffenden einen eigenen Familienparcours.

My family

Unsere Mütter und Väter prägen unser Leben, was bleibt von ihnen – von den Geschwistern, Tanten und Onkeln, den Grosseltern? Von der antiken Mythologie über Kafka bis zu Rebecca Gislers neustem preisgekrönten Roman «Vom Onkel», von den Filmen «Der Pate» über «Downtown Abbey» bis zum koreanischen Spielfilm «Parasite», immer schwingt auch die Frage mit, was wir ohne Familie sind.

Blick in die Ausstellung

Caroline Minjolle, Fotografie. Die Fotografin und ehemalige Tänzerin hat sich mit der Darstellung des Menschen einen Namen gemacht. Wie ein roter Faden zieht sich der Umgang mit dem Körper und seiner Inszenierung durch ihr Schaffen.

Karoline Schreiber, Malerei/Zeichnung. In der neuen Werkgruppe porträtiert die Künstlerin ihre drei Kinder: die beiden Töchter und ihren Sohn. Dieses Triptychon konfrontiert die Ausstellung mit der Arbeit Maternité von 2014, ebenfalls ein Triptychon, das die Künstlerin von ihren Kindern als
Säuglinge gemalt hat.

Susanne Dubs, FotoGrafik (Familienalben) Das grossformatige Fries (Fototapete, 49 m2)entwickelt sich tapetenartig an den Wänden im ersten Stock im Haus für Kunst Uri. Es beruht auf einer Auswahl von privaten Familienbildern und frei zugänglichen Fotos aus diversen historischen Archiven.

Carlos Lügstenmann, Film. Aus 84 Trailern von berühmten und weniger bekannten Familienfilmen ist ein «Patchwork-Familienfilm» entstanden. Für diese 18 Minuten grosses Kino wurde im Erdgeschoss ein verdunkelter Kinosaal mit Sofa und bequem gepolsterten Sesseln eingerichtet.

Rebecca Gisler, Literatur Ihr Debütroman «Vom Onkel», den sie auf Französisch und auf Deutsch verfasst hat, wurde für mehrere Literaturpreise nominiert. 2022 wurde «Vom Onkel» mit einem der Schweizer Literaturpreise ausgezeichnet. Die Autorin liest in einer Hörinstalltion, in angenehmer Wohnzimmeratmosphäre Sequenzen aus ihrem Buch vor.

Max Grüter, Objekte. Für die Ausstellung realisiert der Künstler zwei neue Objekte, die einerseits ein Familienleben der Zukunft in seiner Isoliertheit im Weltall thematisieren, andererseits die Herausforderung des Beziehungslebens.

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