Werk der Künstlerin Mathilde Magnée Agiez, Jahrgang 1989.

Halle 53 Winterthur | Jungkunst 2017

Warum nicht die alten Boyband- und Tarantino-Poster an der Wand endlich mal durch gute Kunst ersetzen?

Zum 11. Mal zeigt die «Jungkunst», was die junge Schweizer Kunst zu bieten hat – neu in der Halle 53 in Winterthur. Die ausstellenden Künstler*innen aus allen Teilen des Landes stehen fest, und auch das Rahmenprogramm mit einer Sonderschau zum Thema Game Design, Konzerten und Poetry Slam verspricht nationale Entdeckungen.

Sprungbrett
Kunst kann Vieles: sie überrascht, provoziert, macht Spass oder regt zum Nachdenken an. An der Jungkunst wird die alte Industriehalle hinter dem Winterthurer Bahnhof vier Tage zum Genussort für ein breites Publikum, aber auch zum Sprungbrett für Künstler*innenkarrieren. Aus 320 Bewerbungen wurden die Zukunftshoffnungen kuratiert. Das Kuratorenteam zeigt sich begeistert. «Die Vielfalt und Qualität der eingegangenen Werke ist grandios», so Kuratorin Schmucki, «es wird ein guter Jahrgang!» Ein Vorgeschmack auf die Werke der ausstellenden jungen Kunstschaffenden aus der ganzen Schweiz findet sich auf der Webseite der Jungkunst (siehe Link).

Fenster für Game Design
Neu wird in Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste ein Fenster für Game Design geöffnet: In Schiffscontainern mitten in der Halle werden Games junger Designteams ausgestellt. Das Publikum wird zum Spielen verführt und kann in die faszinierende Welt der Games eintauchen. An der Jungkunst geniesst man mal laut, mal leise, mal spielend, manchmal mit einem Getränk in der Hand, Musik im Ohr oder im lebhaften Austausch mit Künstler*innen und Freunden – ganz unkompliziert und für alle Sinne!

Kunstkiosk für mehr Originale
Natürlich kann man die ausgestellte Kunst auch erstehen: Im Kunstkiosk findet man originale junge Kunst zu fairen Preisen. Originale strahlen Persönlichkeit aus – deshalb will die Jungkunst dazu beitragen, Poster an den Wänden durch Originalwerke zu ersetzen. Das allabendliche Kulturprogramm mit Konzerten und Poetry Slam bringt auch neben der bildenden Kunst die heissesten nationalen Entdeckungen ans Festival: unter anderem Musik von Jessiquoi (Berner Neon-­Pop-­Queen) oder Annie Goodchild (US-­amerikanisches Soulwunder aus Basel und Amerika) sowie Wortperformances von Lara Stoll (Kaiserin des Slams, inzwischen aber auch Schauspielerin und Musikerin aus Winterthur) und Patti Basler (ausgebuchte Bühnenpoetin und Rampensau). Im Nachgang sorgen DJ’s für tanzbare Sounds bis spät nachts.

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