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Gepäckausgabe 2018 | Güterschuppen Glarus | Pascal Kohtz

Steinerne Tränen: Pascal Kohtz formt aus Glarner Gestein Tränen, die seiner Installation den Namen geben.

Ein Raum in Glarus, der ursprünglich als Gepäckausgabe diente, überrascht heute mit regelmässig wechselnden, innovativen Ausstellungen. Für die letzte Ausstellung dieser Saison liess sich Pascal Kohtz vom Glarner Alpenraum inspirieren.

Spatium ignotum – der unbekannte, fremde Raum
In der fünften Ausstellungssaison der Gepäckausgabe Glarus sollen sich die Kunstschaffenden mit dem Raum und dem Prozess der Appropriation auseinandersetzen: Was zunächst fremd wirkt, wird im Laufe der Zeit vertraut. Einst kamen viele unbekannte Waren im Güterschuppen an und wandelten sich langsam zu vertrauten Objekten. Ebenso wurden regionale Produkte im Güterschuppen verladen, verschickt und kamen schliesslich als etwas Neues, Unbekanntes am Zielort an. Die Gepäckausgabe fungierte als Schnittstelle, wo Bekanntes unbekannt und Unbekanntes bekannt wird. Fremd und vertraut sind subjektive Zustände, die sich mit der Zeit vom Einen ins Andere wandeln können. Genau dieses Spannungsfeld gibt der Ausstellungsreihe 2018 ihren Namen. Sowohl der Raum der Gepäckausgabe als auch das Glarnerland sollen als Inspiration für Werke der Kunstschaffenden dienen, welche vor Ort und für den Ort entstehen.
So wandelt sich die Gepäckausgabe von Ausstellung zu Ausstellung und transformiert sich für den Besucher immer wieder vom vertrauten Raum zum unbekannten Neuen.

Kunstraum mit engem Bezug zur Öffentlichkeit
Die Gepäckausgabe präsentiert sich als ein öffentlich zugänglicher, nicht kommerzieller Kunstraum mit einem regelmässigen, innovativen Programm. Die Vernissagen mit Künstlergespräch finden jeweils am ersten Samstag im Monat von April bis September um 17:00 Uhr in der Gepäckausgabe direkt neben dem Kunsthaus am Bahnhof Glarus statt. Nach der Vernissage sind die Rauminstallationen in der Gepäckausgabe jeweils während zwei Wochen öffentlich zugänglich, bis der folgende Kunstschaffende diese transformiert.

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