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Bahnhöfe sind meist bloss ein Ort des Transfers. Die Fondation Beyeler macht sie mit mit ihrem «GaiaMotherThree» einen Monat lang zu einem Ort des Innehaltens und der Begegnung.

Fondation Beyeler im Hauptbahnhof Zürich | GaiaMotherTree

Kunst wider die Vergänglichkeit - eine Einladung zum Innehalten.

Mitten in der Zürcher Bahnhofshalle thront derzeit ein riesiger Baum, der noch dazu Duft verströmt und die vorbeihetzenden Passant*innen einlädt zu einem Besuch in sein Inneres. Es handelt sich um den «GaiaMotherTree», eine Kunstinstallation des brasilianischen Künstlers Ernesto Neto - und um die grösste je organisierte öffentliche Ausstellung der Fondation Beyeler.

Handgeknüpft
Der monumentale «GaiaMotherTree» ist eine aus bunten Baumwollbändern handgeknüpfte, baumartige und farbenfrohe Skulptur, welche sich ausbreitet bis hinauf zur 20 Meter hohen Decke der Zürcher Bahnhofshalle. 440’000 Personen durchqueren täglich diese Halle, womit die Installation automatisch zu einem der meistgesehenen Kunstwerke des Landes wird. Das Werk kann betreten werden, es ist ein Ort der Begegnung, der Interaktion und der Meditation. Einen ganzen Monat lang findet im Innern der Installation ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm für Erwachsene und Kinder mit Musik, Workshops, Führungen und Vorträgen statt: Konzerte, Lesungen, Meditationen, Vorträge, interdisziplinärer Austausch mit Wisschenschaftler*innen, Forscher*innen und Kunstschaffenden.

*Über den Künstler *
Ernesto Neto gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern. Spiritualität, Humanismus und Ökologie sind massgebliche Aspekte in seiner Arbeit. In den letzten Jahren hat sich Neto mit einer neuen Werkserie beschäftigt, die er in Kooperation mit den Huni Kuin realisiert, einer indigenen Bevölkerungsgruppe, die im brasilianischen Amazonasgebiet nahe der peruanischen Grenze lebt. Ihre Kultur und Bräuche, ihre Weltanschauung und spirituelle Verbindung zur Natur haben Netos Auffassung von der Kunst verändert und sind wesentliche Bestandteile davon geworden.

Über das Kunstwerk
GaiaMotherTree wurde vollständig von Hand gefertigt. Stoffbänder aus Baumwolle wurden erst gefärbt, anschliessend in einer Fingerhäkeltechnik geknüpft und zu einer gigantischen durchsichtigen Skulptur zusammengeknotet. Die Gestalt des Werks erinnert an die Form eines Baums, dessen Krone die Decke der Bahnhofshalle bedeckt. An der Wurzel des Baums befindet sich ein grosser begehbarer Raum, in dem die Besucher*innen verweilen und sich auf kreisförmig angeordneten Sitzgelegenheiten niederlassen können. Herabhängende tropfenförmige Elemente sind mit duftenden Gewürzen gefüllt.

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