Davina Andrea Deplazes hinterfragt in ihrer Ausstellung das Ausstellen selbst. Mit Fundstücken, die Geschlechterrollen und normierende Bildwelten reflektieren, fragt sie: Für wen ist Kunst eigentlich bestimmt? Im Rahmen der Reihe «Der Stand der Dinge» der Akku Kunstplattform gestaltet sie eine experimentelle, reflexive Präsentation, die Räume, Formate und gesellschaftliche Bezüge neu auslotet.
Experimentierfeld Ausstellung: Junge Kunst von Davina Andrea Deplazes
«Der Stand der Dinge» ist ein von der akku Kunstplattform initiiertes Ausstellungsformat zur Förderung junger Kunstschaffender. Die Reihe eröffnet den eingeladenen Künstler:innen die Möglichkeit, eine inhaltlich und formal frei entwickelte Einzelausstellung zu realisieren, welche den aktuellen Stand ihrer künstlerischen Praxis sichtbar macht.
Zwischen Material, Raum und Erinnerung
Davina Andrea Deplazes (*1999) wuchs im rätoromanischen Surrein und im Val Sumvitg im Kanton Graubünden auf. 2023 schloss sie den Bachelor in Spatial Design an der Hochschule Luzern ab. Künstlerische Erfahrungen sammelte sie unter anderem als Assistentin bei Victorine Müller, im Studio von Raphael Hefti, im Berlin Glassworks Studio sowie in der Kunstgiesserei St. Gallen.
2023 wurde sie mit dem Solo-Preis der Kunstgesellschaft Luzern ausgezeichnet, 2024 erhielt sie eine kantonale Förderung. Ihre Arbeiten waren unter anderem im Bündner Kunstmuseum, im Kunstmuseum Luzern sowie im ZAZ Bellerive zu sehen. Zudem nahm sie am internationalen Residenz- und Ausstellungsprojekt KOSMOS[KA·OS] teil, das von Felix Schenker initiiert und von Claudia Waldner kuratiert wurde, seinen Ausgang im Schloss Gleina (Deutschland) nahm und in einer weiterentwickelten Folgeausstellung im Kunsthaus Zofingen präsentiert wurde. Letztere wurde gemeinsam von Direktorin Eva Bigler und Claudia Waldner kuratiert.
Deplazes verbindet in ihren Arbeiten traditionelles Handwerk mit zeitgenössischen Verfahren und entwickelt daraus poetisch verdichtete Installationen, die Materialität, Raum und Zeitlichkeit sinnlich erfahrbar machen.
