Urs Freis Œuvre steht in der Tradition von Künstler:innen, die mit einfachen, alltäglichen Materialien arbeiten. Mit halbgefertigtem Bau- und Verpackungsmaterial aus Holz, Metall, Karton und Kunststoff schuf er Arbeiten, die sich zwischen abstrakter Malerei, Skulptur und Objektkunst bewegen. Im Zentrum seines einzigartigen Schaffens stehen neben der Auseinandersetzung mit Material, Farbe und Raum vor allen Dingen der Prozess des Tätigseins, die Zerbrechlichkeit und das Gleichgewicht.
Erste Retrospektive: Urs Frei im Kunstmuseum St. Gallen
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Drei Jahre nach seinem Tod bekommen der Künstler und sein Werk eine grosse, umfassende Würdigung.
Publikation «Urs Frei. A–Z»
Zur Ausstellung erscheint im Herbst 2026 im Verlag Scheidegger & Spiess eine reich illustrierte, kunsthistorisch fundierte Publikation, die das künstlerische Werk von Urs Frei umfassend dokumentiert und im Kontext der Schweizer und der internationalen Gegenwartskunst diskutiert.
Das Œuvre von A bis Z
Die Ausstellung «Urs Frei. A–Z» vereint zentrale Werkgruppen aus mehr als vier Jahrzehnten: von den analytischen Arbeiten der frühen 1980er-Jahre über die farbintensiven Kissenobjekte und die assemblageartigen Werke der 1990er-Jahre mit ihren gesteckten, genickten und gebundenen Elementen bis hin zum malerischen Spätwerk. Die Retrospektive macht die ästhetische und konzeptuelle Radikalität von Freis Werk eindrucksvoll sichtbar, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Zur Ausstellung erscheint im Herbst 2026 im Verlag Scheidegger & Spiess eine reich illustrierte, kunsthistorisch fundierte Publikation, die das künstlerische Werk von Urs Frei umfassend dokumentiert und im Kontext der Schweizer und der internationalen Gegenwartskunst diskutiert.
International vernetzt, in Zürich verwurzelt
Urs Frei wurde 1958 in Zürich geboren, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 2023 lebte und arbeitete. Von 1982 bis 1984 studierte er an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt am Main. Anschliessend folgte ein Arbeitsaufenthalt in Wien (1984–1987). 1997 vertrat er die Schweiz an der Biennale di Venezia. Wichtige Einzelausstellungen fanden unter anderem in der Kunsthalle Luzern (1991), der Kunsthalle Zürich (1994) und in der Wiener Secession (1999) statt. Internationale Anerkennung erlangte er insbesondere über die Galerie Rolf Ricke in Köln und die Galerie Walcheturm in Zürich, die damals von Eva Presenhuber geleitet wurde. Werkaufenthalte führten ihn nach London, New York und Delhi. Werke von Urs Frei befinden sich heute im Kunstmuseum St. Gallen sowie in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter in der Sammlung des Bundesamtes für Kultur, im Aargauer Kunsthaus in Aarau, im Kunsthaus Zürich, im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona sowie in den Kunstsammlungen der Stadt und des Kantons Zürich.
