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blablabor | Portrait der Klangkünstler

Das Künstlerkollektiv «blablabor» macht aus Sprache garantiert Musik: Es tritt mit Dutzenden alter Radiogeräten auf, die es an- und ausschaltet und deren Klang wie Nichtklang es mit eigenen Wortspielen vermengt. Eine Mischung aus Hörspiel, Klanginstallation, Lesung und Radioperformance.

Arbeit mit Lauten, Wörtern, Sätzen
Die Komponistin Annette Schmucki und der Kunstradiomacher Reto Friedmann haben sich im Jahre 2000 zusammengetan mit der Idee, ein Opernprojekt zu realisieren. Aus der Oper ist zwar nichts geworden, aber dafür war «blablabor» geboren: Das Künstlerkollektiv blablabor untersucht Sprache als wandelbaren Inhalt, als wandelbare Struktur – Sprache als Klang.

Sprache als musikalischer Kosmos
Was Friedmann und Schmucki vereint, ist ihr Unbehagen an der Rollenteilung zwischen Text und Musik im klassischen Hörspiel oder auch im Musiktheater: Fast immer steht da zuerst der Text, der dann mit Musik unterlegt wird. «Wir suchten nach einem neuen Weg, über die Sprache zur Musik zu kommen», so Reto Friedmann. Die Sprache hat bei blablablor für einmal nicht die Funktion, Sinn zu transportieren, sondern wird als «vielschichtiger, musikalischer Kosmos» begriffen. In diesen Kosmos taucht das Duo, das sich selber als Forschungsteam in Sachen Sprache bezeichnet, immer wieder ein und entwickelt sein künstlerisches Grundanliegen laufend weiter: Wörter, Laute und Töne werden untersucht, in all ihren Bedeutungsebenen und klanglichen Schichten auseinandergenommen. In seinen legendären Radioperformances bespielt blablabor bis zu hundert Radioapparate und definiert dabei Sprache und Musik neu.

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