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Audiokünstler Jörg Köppl | Erweiterter Kunstbegriff

Partizipation nicht um der Partizipation willen!

Jörg Köppl lebt und arbeitet als freischaffender Musiker und Komponist in Zürich. Er erweitert den eng gefassten Kunstbegriff der Neuen Musik, indem er sie mit Klängen aus dem realen Leben verknüpft. Insbesondere in seinen Arbeiten mit Menschen mit Behinderungen gelingt es ihm, die körperlich eingeschränkten Darsteller*innen so zu zeigen, dass daraus keine Betroffenheit resultiert, sondern eine ganz eigene ästhetische Aussage. Für sein Engagement erhält Köppl den Zürcher Anerkennungsbeitrag.

Ein Beitrag für Inklusion
Bei Jörg Köppl findet Partizipation nicht um der Partizipation willen statt. Das reale Leben fügt sich ganz selbstverständlich in seine Kunst ein und wird zum fein austarierten Aufstand gegen die Diktatur der Normalität. Die Förderung der kulturellen Teilhabe wird durch seine Arbeit ermöglicht und gefördert. Diese wiederum ist einer der Schwerpunkte, die der Kanton Zürich bei der Ausrichtung seiner Kulturpolitik festgelegt hat. Damit reagiert er auf die gesellschaftlichen Entwicklungen und die Forderung seitens der Politik nach mehr Durchlässigkeit im Kulturbetrieb. Mit der Vergabe der Anerkennungsbeiträge für kulturelle Teilhabe von je 10’000 Franken setzt der Kanton Zürich ein starkes Zeichen und rückt die Bedeutung der Teilhabe möglichst vieler am Kulturleben ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Zur Person
Jörg Köppl interessiert sich für gesellschaftliche Synchronisationsprozesse, die er in zumeist auditiven Settings auslotet. Er konzipiert experimentelle Radio- und Soundprojekte, die an Festivals, wie der Ars Electronica, Artprospect (St. Petersburg) und Bienal de Sao Paulo oder in eigener Regie (Zürich und Kairo ) aufgeführt wurden. Mit Peter Zacek verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit im Performanceduo koeppl-zacek , das die physischen und die sozialen Realitäten des Körpers untersucht. Als künstlerischer Leiter des Ensemble Tzara 2015/2016 kuratierte er die Konzertreihe «Tzürich – Interaktionshythmen in einer perfekten Stadt», die unter anderem in der Zürcher Börse stattfanden. Seit 2011 entwickelt Jörg Köppl regelmässig Projekte für das von ihm gegründete ensemble metanoia.

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