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arthur #7 | «Standplatz Alp 47.11N9.11O»

Performative Kunst zwischen Zinggen und der Mittelstofel Alp. Nach der Abfahrt der Sennen – die Auffahrt von arthur dem Kunstnomaden. Nach dem Alpsommer – der Kunstherbst. Keine Region hat mehr Kunsthallen als das Toggenburg. (Video folgt)

Am Anfang war die Industriebrache
Als die Firma Heberlein in Wattwil Anfang dieses Jahrtausends ihre industrielle Produktion einstellte, fanden kunstinteressierte Kreise im Toggenburg eine Shedhalle, die sich ausgezeichnet eignete für Kunstausstellungen. Der Verein Kunsthalle Wattwil wurde gegründet. Die leerstehende Shedhalle konnte als Experiment für einen Monat benutzt, eine Kunstausstellung mit grossen Namen der Schweizer Kunstszene im Jahre 2006 realisiert werden. Das Interesse war gross, die Ausstellung mit kulturellem Rahmenprogramm ein Erfolg.

Nomadentum
Gespräche über Miete oder Kauf der Shedhalle fruchteten nicht. Gleichzeitig beschloss der Vorstand, das Konzept über die Art, wie jetzige Kunst im Toggenburg in Zukunft präsentiert werden könnte, zu ändern. Das Toggenburg sollte keine Kunsthalle im eigentlichen Sinne erhalten, sondern alljährlich im Herbst präsentierte man künftig eine grosse Kunstausstellung an wechselnden, aussergewöhnlichen Orten im Toggenburg. Die Idee der Kunsthalle ist also die Wanderschaft, das Herumziehen. Die Kunst geht hinaus in die Dörfer, verlässt die Halle, die oft als Elfenbeinturm wahrgenommen wird, ermöglicht der Kunst ganz neue Wirkungen in ungewohnten Umgebungen und setzt die Kunst in Beziehung dazu. Im Toggenburg entstehen und erlöschen so jährlich neue Kunsthallen. Die Kunst nomadisiert. Der Verein Kunsthalle mutiert zum Verein Kunsthalle[n] Toggenburg. arthur #7 nun zieht auf die Alp und trägt so die Kunst in die Landschaft.

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