Was tun, wenn die Zeiten nicht rosig sind, die Gegenwart nicht mehr unbeschwert und die Zukunft ungewiss? Wo liegt das Glück? In der Zukunft? Wer Hoffnung hat, hat eine Zukunft, wer keine Hoffnung hat, hat keine Gegenwart. Sieben Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Lebensrealitäten finden in diesem Projekt zusammen und erforschen mit theatralischen Mitteln das Thema Zukunft.
«Wo die Zeit das Glück findet»: Ein Generationensemble im Dialog
- Publiziert am 12. Mai 2026
Das Theater Casino Zug erprobt eine neue Form des kollektiven und generationenübergreifenden Theaterschaffens.
Auf Initiative des Theater Casino Zug wurden Interessierte aller Altersstufen eingeladen, sich auszuprobieren und die Welt des Theaters kennenzulernen. Seit September 2025 spielt, improvisiert, schreibt und probt das Ensemble aus sieben Laienschauspieler:innen von 9 bis 55 Jahren. Einige von ihnen stehen zum ersten Mal auf der Bühne. Das Leitungsteam – Theaterpädagogin Aleksandra Gusic, Schauspieler Julius Griesenberg und Bühnenbildnerin Safia Hachemi – achtete darauf, eine Form der Zusammenarbeit zu finden, die für alle Beteiligten passt. Partizipation bedeutete in dieser Arbeit, dass alle sich äussern können, gehört und in ihren Fragen ernst genommen wurden.
Spielleitung, Regie: Aleksandra Gusic, Julius Griesenberg
Bühnenbild, Kostüm: Safia Hachemi
Bühnenbildbau: Martin Strebel
Produktionsleitung: Marzena Mikosz
Spiel: Panagiotis Bartas, Angelina Jurchenko, Mayya Kamneva, Olja Kirchenko, Elisabeth Nutsubidze, Medea Nutsubidze, Salome Nutsubidze
Technik: Patrick Rohr
Unterstützung: Beisheim Stiftung
Generationenübergreifenden Laientheater
Sieben Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Lebensrealitäten finden im Projekt «Wo die Zeit das Glück findet» zusammen. Alle sind mit einer anderen Sprache vertrauter und wollen sich auf Deutsch ausdrücken. Dabei erfahren sie, dass Verständigung nicht nur über Sprache funktioniert, sondern dass im Theater vieles auch ohne Worte klar wird. Ausgehend von den eigenen Erfahrungen entsteht ein intergenerationeller Dialog über familiäre, kollegiale und gemeinschaftliche Grenzen hinweg, der Fragen zur Zukunft stellt und Kritik an der Gegenwart äussert. Wunschvorstellungen treffen auf Zukunftssorgen. Themen wie Kinderrechte, Rollenbilder, Care-Arbeit, Gleichberechtigung der Geschlechter, Technologie oder die Verteilung von Reichtum beschäftigten das ganze Team. Gemeinsam entwickelte das dynamische Ensemble eine visionäre und gleichzeitig märchenhafte Erzählung, die über persönliche Erlebnisse hinausgeht. Die Ergebnisse präsentiert das Generationenensemble dem Publikum als Collage aus bewegtem Theater und Sound.
