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Theater Marie | Herkules und der Stall des Augias

Eine wunderbare Satire auf die Kleinbürgerlichkeit und das überholte Modell des Helden

Herkules, der mythische Held, ist knapp bei Kasse. Da kommt die nicht eben standesgemässe Anfrage von Präsident Augias vom Volk der Elier gerade recht: Herkules soll den Staat Elis ausmisten. Eigentlich eine Kleinigkeit – wären da nicht schier unüberwindbare Hindernisse. Theater Marie inszeniert Friedrich Dürrenmatts wunderbare Staatssatire zum Abschluss seines Jubiläumsjahres.

Alle Spieldaten

15. Dezember 2021 | 20 Uhr | Bühne Aarau
16. Dezember 2021 | 20 Uhr | Bühne Aarau
18. Januar 2022 | 19:30 Uhr | La Poste (Visp)
23. Januar 2022 | 11 Uhr | Vorarlberger Landestheater (Bregenz)
26. Januar 2022 | 19:30 Uhr | Vorarlberger Landestheater (Bregenz)
27. Januar 2022 | 19:30 Uhr | Vorarlberger Landestheater (Bregenz)
29. Januar 2022 | 19:30 Uhr | Vorarlberger Landestheater (Bregenz)
1. Februar 2022 | 19:30 Uhr | Vorarlberger Landestheater (Bregenz)
4. Februar 2022 | 19:30 Uhr | Vorarlberger Landestheater (Bregenz)
6. Februar 2022 | 19:30 Uhr | Vorarlberger Landestheater (Bregenz)
19. Mai 2022 | 19:30 Uhr | Kurtheater (Baden)
15. Juni 2022 | 20:30 Uhr | Tojo Theater Reitschule (Bern)

Akteur*in versus System

Augias ist Präsident des Landes Elis, das im selbst produzierten Mist unterzugehen droht. Da kommen die Elier auf die Idee, dass sie den Volkshelden Herkules bitten könnten, die Heldentat des Ausmistens zu vollbringen. Da dieser knapp bei Kasse ist, nimmt er die niedere Aufgabe an und reist zum Volk, das nur bis drei zählen kann. Froh, um den Vorschuss und die Reisespesen. Nun stellt sich heraus, dass der Grosse Nationale Rat viele Hürden einbauen lässt. Herkules muss zwecks diverser Bewilligungen von Amt zu Amt und kann das Ausmisten des Landes nicht vollbringen. Fast bankrott nimmt er einen Auftrag des Zirkusdirektors Tantalos an und als dieser ihn dann auch noch um die Gage betrügt, flüchtet Herkules nach Stymphalien, dessen Volk nur bis zwei zählen kann und von einer Vögelpest befreit werden will. Wie bereits in den vorangegangenen Stücken beschäftigt sich das Theater Marie mit der dynamischen Konstellation von Akteur*in versus System. Was können wir als Individuen tun? Wie sollen wir uns verhalten in einer Gesellschaft, in der das Übernehmen von Verantwortung nicht gerade en vogue ist? Was ist der nächste Schritt, wenn wir akzeptiert haben, dass wir mit Haut und Haar der Geschichte ausgeliefert sind?

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