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Staatsoper Stuttgart | Einstürzende Neubauten

Das ehemalige Bandmitglied von „Einstürzende Neubauten“, FM Einheit, steht erstmals live auf einer Opernbühne. Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“, Schönbergs „Erwartung“ und Heiner Müllers „Quartett“ als dreiteiliger Theaterabend an der Staatsoper Stuttgart.

„Liebst du mich, oder liebst du mich nicht?“ Unter dieser Fragestellung stellt Regisseur Thomas Bischoff sein Musiktheaterprojekt, in welchem er zwei kapitale Opernwerke des 20. Jahrhunderts mit einem Theaterstück verbindet: Béla Bartóks Einakter „Herzog Blaubarts Burg“, Arnold Schönbergs Monodram „Erwartung“ und Heiner Müllers Schauspiel „Quartett“ fügen sich zu einem dreiteiligen Opernabend, der Mann-Frau-Verhältnisse beleuchtet.

FM Einheit ist verantwortlich für die Musik zu Heiner Müllers „Quartett“, einem Teil der Neuproduktion von „Herzog Blaubarts Burg / Quartett / Erwartung“. Seit 1979 arbeitet er als Musiker, Klangforscher, Produzent und Komponist für Bühnen- und Filmmusik. War FM Einheit zu Beginn noch Mitglied bei den Punkbands „Abwärts“ und „Palais Schaumburg“, trat er zu Beginn der 1980er als Perkussionist (Metallschlagzeug) und Langzeitmitglied der Band „Einstürzende Neubauten“ bei, an deren Sound-Entwicklung er massgeblich beteiligt war. FM Einheit ist darüber hinaus Teil der Band „Vladimir Estragon“ und Produzent von „KMFDM“ und „Goethes Erben“. 1984 spielte FM Einheit neben Christiane Vera Felscherinow („Christiane F.“) die Hauptrolle in dem Kino-Spielfilm „Decoder“ in der Regie von Klaus Maeck. Seit Ende der 80er tritt er vermehrt als Komponist von Bühnen- und Filmmusik hervor, u. a. für Inszenierungen von Peter Zadek, Wolf Seesemann, Axel Manthey, Kazuko Watanabe, Werner Schwab, Martin Kušej, Hasko Weber, Thomas Bischoff und Stephan Kimmig. Für seine Hörspielarbeiten mit Andreas Ammer (u.a. „Radio Inferno“ (1993), „Apocalypse live“ (1994), „Deutsche Krieger Tonträgeroper“ (1996) und „Crashing Aeroplanes“ (2002) wurde FM Einheit mehrfach ausgezeichnet. Am Schauspiel Stuttgart war seine Bühnenmusik bereits in mehreren Inszenierungen zu hören, u.a. in „Strassenecke. Ein Ort, eine Handlung“ und „Clavigo“, beides in der Regie von Martin Kušej sowie in „Faust“ und „Im Dickicht der Städte“ in der Regie von Hasko Weber.

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