Dabei begegnet die berühmteste Clownin der Schweiz dem Nichts auf komisch-philosophische Weise: Nichts ist nie wirklich nichts – es birgt unendliches Potenzial. Aus der scheinbaren Leere erwächst Leben, aus dem Chaos entsteht Ordnung und aus dem scheinbar Nichts wird – alles. Premiere ist im Casinotheater Zug. Versprochen wird ein Fest der Fantasie: clownesk, grotesk, poetisch.
Nichts ist nicht Nichts!
- Publiziert am 9. Januar 2026
Nach neun Produktionen mit ausgefeilt-verspielten Bühnenbildern stellt sich Gardi Hutter der leeren Bühne.
Pionierin des modernen, weiblichen Clowns
Gardi Hutter (1953 in Altstätten, SG) zählt zu den international renommiertesten Clowninnen und Physical-Comedy-Künstlerinnen unserer Zeit. Nach ihrer Ausbildung an der Schauspiel-Akademie Zürich und an der École Jacques Lecoq in Paris entwickelte sie eine unverwechselbare Bühnenfigur: eine wortlose, poetisch-absurde Clownin, die mit präziser Körperarbeit, Rhythmus und visueller Komik existenzielle Themen verhandelt.
Seit den 1980er-Jahren tourt Gardi Hutter mit ihren Solostücken rund um den Globus. Ihre Produktionen wurden in über 35 Ländern auf allen Kontinenten gezeigt. Viele ihrer Arbeiten gelten heute als Klassiker des zeitgenössischen Clowntheaters, darunter Die Schneiderin, Die Souffleuse, Die Wäscherin oder Die Tänzerin.
Für ihr Schaffen erhielt Gardi Hutter zahlreiche internationale Auszeichnungen. Ihr Werk zeichnet sich durch die seltene Verbindung von Komik und Tiefgang aus: Hinter der scheinbaren Leichtigkeit ihrer Figuren stehen präzise dramaturgische Konzepte und eine konsequente künstlerische Haltung. Gardi Hutter gilt als Pionierin des modernen, weiblichen Clowns und als Künstlerin, die das Genre nachhaltig geprägt hat.
Gardi Hutter lebt in Arzo, im Tessin, wo sie ihre internationalen Tourneen vorbereitet und neue Produktionen entwickelt.

Vom ersten Zucken zur Verwandlung – die komische Geburt der Welt
Mit ihrem eigensinnigen Humor und ihrer intensiven Körperlichkeit begibt sich Gardi Hutter auf eine Reise durch die Geburt der Dinge – vom ersten Zucken bis zur vollständigen Verwandlung. Der Mikrokosmos Bühne wird zum kreativen – und komischen – Makrokosmos. Mit minimalen Mitteln und maximaler Ausdruckskraft spielt sie mit den Gegensätzen von Leere und Fülle, Stillstand und Bewegung, Absurdität und Sinn.
Nach neun Stücken über den Tod – dem ursprünglichen Thema der komischen Masken – konzentriert sie sich nun auf die Geburt und erforscht den Moment, in dem sich plötzlich etwas aus dem Nichts entfaltet. In diesem Stück ohne Worte leben Gegensätze und Paradoxien, die zwischen spielerischer Leichtigkeit und tiefgründiger Bedeutung aufblühen und wieder verschwinden. In einer Welt, die von Stress und Lärm geprägt ist, lädt Gardi Hutter ihr Publikum ein, die Schönheit des Ursprungs, der Geburt und der ständigen Verwandlung zu geniessen.



