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Luzerner Theater | Béatrice et Bénédict

Von zwei Dickköpfen, die zusammenfinden: Liebe kann ansteckend sein, auch wenn man sich mit Händen und Füssen dagegen zu wehren versucht.

Die Tücken der Liebe
Wenn man im voraus um das nachfolgende «Ja» sicher wüsste, wäre so mancher Heiratsantrag fix gemacht. Ohne Gewissheit aber drohen massive Schäden an Eitelkeit und Laune – vom Herzen mal ganz abgesehen. Also lieber nicht fragen, ledig bleiben und allen Gefühlen den Anschein ihres Gegenteils geben. Dass in dieser Lebensfeigheit allerhand komisches Potenzial steckt, erkannte bereits der englische Dichter William Shakespeare.

Angst vor einer Blösse
Béatrice und Bénédict könnten einander durchaus gefallen, begegnen sich aber aus Angst vor einer Blösse mit souverän ausgespielter Geringschätzung. Während beide taub sind für die Stimme des eigenen Herzens, sehen Claudio und Héro wenigstens bald klar. In Vorbereitung der eigenen Trauung bahnen sie mit Hilfe einer Intrige auch ihren Freunden den Weg ins gemeinsame Glück.

Parodie und Melancholie
Für die Eröffnung des Neuen Theaters in Baden-Baden 1862 nahm sich der französische Komponist Hector Berlioz die Komödie «Much Ado About Nothing» vor und schuf daraus unter Eliminierung aller tragischen Elemente eine zweiaktige Opéra comique, die als Hommage an Domenico Cimarosa direkt an das Erbe der Opera buffa anknüpft. Gleichzeitig wusste er die Errungenschaften auf dem Gebiet des sinfonischen Orchestersatzes mit musikalischem Witz und virtuosem Belcanto zu verbinden. Völlig zu Unrecht im Schatten seiner grossen Musikdramen stehend, empfiehlt sich das Werk insbesondere für Operngänger, die feinen Humor und kompositorische Delikatesse zu schätzen wissen.

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