Der Abend bietet kein klassisches Handlungsballett, sondern eine choreografische Collage: Unter dem dramaturgischen Blick von Michael Küster versammelt das Programm Arbeiten von internationalen und innovativen Choreograf:innen wie William Forsythe, Lucas Valente, Andonis Foniadakis und Hans van Manen – vier Künstlerpersönlichkeiten, die unterschiedliche Perspektiven auf Tanz und Zeit eröffnen.
Kaleidoskop der zeitgenössischen Choreografie
- Publiziert am 5. Januar 2026
Vier choreografische Stimmen
William Forsythe, der Avantgarde-Pionier des zeitgenössischen Balletts, eröffnet das Programm mit New Suite. Forsythe gilt als einer der prägendsten Choreografen der letzten Jahrzehnte, dessen Arbeiten das klassische Ballett in neue, dynamische Räume führen. Lucas Valente steuert eine Neukreation bei – ein Beitrag eines jungen, aufstrebenden Choreografen, der mit Einflüssen aus verschiedensten Tanztraditionen arbeitet und dabei sowohl musikalische als auch bewegungsästhetische Grenzen auslotet. Andonis Foniadakis erweitert das Spektrum mit eigenen choreografischen Reflexionen zu Raum, Körper und Zeit, ergänzt durch Musik von u. a. Bryce Dessner und Ludovico Einaudi. Abgerundet wird der Abend durch Arbeiten des niederländischen Meisters Hans van Manen, dessen Stil als eine Mischung aus klassischer Technik und purer, präziser Bewegungssprache einen besonderen Platz im internationalen Repertoire einnimmt.

Das Projekt steht für eine Spielzeit, in der das Opernhaus Zürich unter der Leitung von Matthias Schulz neue künstlerische Impulse setzt und das Publikum zu einer Entdeckungsreise durch verschiedenste Facetten der zeitgenössischen Bühnenkunst einlädt – eingebettet in einen Spielplan, der von klassischen Opern über Ballett bis hin zu Musiktheater-Uraufführungen reicht.

