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Basel | Kulturfestival "wildwuchs"

Ein Kulturfestival für Solche und Andere noch bis am 10. Juni 2007

Wenn behinderte und nicht behinderte Künstlerinnen und Künstler gleichberechtigt zusammenarbeiten, entstehen eigenwillige Produktionen und poetische Höhenflüge. Das Festival wildwuchs gibt diesen Experimenten seit 2001 eine Plattform und beweist, dass Kunst nicht auf den Behindertenbonus angewiesen ist. Behinderung behindert Kunst nicht. Zugleich betreibt wildwuchs damit aktive Integration, ermöglicht Begegnungen zwischen Solchen und Anderen und öffnet Hirn und Herz.

Programmschwerpunkte 2007 | Les francophones
wildwuchs 07 richtet den Fokus auf Produktionen aus dem französischsprachigen Raum. Aus Roubaix in Nordfrankreich stammt eines der europaweit bekanntesten und besten integrativen Theaterensembles, die Compagnie de l’Oiseau-Mouche. Sie führtdas Tabu brechende Tanzstück Et six Gisèle(s)? und die Pirandello-Adaption Personnages im Gepäck. Auch die Romandie kann mit zwei professionellen Ensembles aufwarten: dem Théâtre de l’Esquisse und dem Tanzensemble danse-habile, die beideseit längerem konstante und qualitativ hohe Arbeit in Genf leisten.

Gottes Werk und Teufels Beitrag | Ausstellung im Galeriehotel Der Teufelhof
“Wir arbeiten nicht therapeutisch, auch wenn es gut tut zu malen. Wir arbeiten nicht pädagogisch, die Vermittlung von korrektem Malen und Zeichnen interessiert uns nicht. Was uns fasziniert, sind die Menschen und der einzigartige, ja vielleicht eigenartige Stil des Einzelnen. Beratend, fördernd und unterstützend stehen wir zur Verfügung, beschaffen das richtige Material, kreieren eine Atelieratmosphäre, trösten, lachen und kitzeln die ureigenste Schaffenskraft.” So beschreiben Simone Kurz und Markus Häberlin ihre Begleitung von behinderten KünstlerInnen, die sie unter dem Namen fehlerpfleger seit über zehn Jahren in der Kreativwerkstatt Bürgerspital Basel leisten.

Synfolie | Uraufführung von mark&bein
wildwuchs 07 wird furios eröffnet mit einem Gesamtkunstwerk der anderen Art: Töne
werfen Schatten. Feurige Rhythmen kontrastieren mit ätherischen Klängen. Heimische und exotische Perkussionsinstrumente vereinigen sich mit E-Gitarren und Geigen zu einer sinnlichen Choreografie aus Klang und Bild. Das Basler Kult-Ensemble mark&bein macht sich im sechsten Jahr seines Bestehens zu neuen Ufern auf: Unter der künstlerischen Leitung von Michael Pfeuti und zusammen mit den Musikern Barni Palm, Markus Fürst und Dänu Extrem sowie der Choreografin Suzanne Studinger wird es zum grossen Orchester mit vielfältigem Instrumentarium.

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