5x2 Tickets zu gewinnen | Dokumentarfilm | Namaste Seelisberg
- Publiziert am 26. Januar 2026
Eine amüsante Culture-Clash-Geschichte aus den Schweizer Bergen
NAMASTE SEELISBERG von Felice Zenoni thematisiert die turbulenten Zeiten im Urner Bergdorf Seelisberg von der Ankunft des indischen Gurus Maharishi Mahesh Yogi in den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart. Der Film befasst sich auch mit der aktuell geplanten Renovierung und Erweiterung der örtlichen Jugendstil-Hotels Sonnenberg und Kulm, das lange Zeit als Zentrums für Transzendentale Meditation diente und so zu Weltrum gelangte.
MEHRFelice Zenoni - Ein Urner Dokumentarist und ein aussergewöhnlicher Stoff
Er ist bekannt für Innerschweizer Dokumentarfilme wie DANIOTH – DER TEUFELSMALER oder FEDIER – URNER FARBVIRTUOSE. Nun hat Felice Zenoni eine besondere Begebenheit oberhalb des Vierwaldstättersees aufgearbeitet, die Anfang der 1970er-Jahre international für Schlagzeilen sorgte: 1971 machte Maharishi Mahesh Yogi die Hotelanlagen von Seelisberg zum Zentrum seiner Meditationsbewegung.
Fremde in der Idylle
Anfang der Siebzigerjahre wurden die Bewohner:innen von Seelisberg aufgeschreckt. Fremde wollten hoch über dem Vierwaldstättersee ein Meditationszentrum einrichten. Der indische Guru Maharishi Mahesh Yogi und seine Bewegung hatten sich die Hotelanlagen in bester Lage zu eigen gemacht und dort ihr Hauptquartier etabliert. Einheimische versuchten, diese ihnen fremden und als «spinnig» empfundenen Aktivitäten zu verhindern – auch weil Seelisberg in der Nähe der «heiligen» Schweizer Gedenkstätte, der Rütliwiese, liegt. Vergeblich.
Ein Zeitalter der Erleuchtung
Zu Tausenden pilgerten Anhänger:innen der «Transzendentalen Meditationsbewegung», kurz TM genannt, nach Seelisberg. Diese «geistige Erneuerungsbewegung» ist eine abgewandelte Form des indischen Yoga und versprach Glück, Wohlbefinden und inneren Frieden. In Seelisberg rief die Bewegung gar ein «Zeitalter der Erleuchtung» samt Weltregierung aus.
Archivarbeit und Zeitzeug:innen
In sieben Kapiteln – von «Die Fremden» über «Konflikte» bis zum Abschied, ergänzt durch einen Epilog – gliedert der Urner Zenoni seinen Dokumentarfilm NAMASTÉ SEELISBERG. «Namasté» stammt aus dem Sanskrit, bedeutet «Verbeugung vor dir» und ist zugleich Grussformel wie Ausdruck von Respekt. Zenoni zollt der TM-Bewegung Aufmerksamkeit, ohne sie unkritisch zu verklären. Er hat rund dreissig Archive durchforstet, historisches TM-Filmmaterial integriert und zahlreiche Zeitzeug:innen befragt – Anhänger:innen wie Kritiker:innen.
Felice Zenoni, geboren 1964, ist Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Seit 1990 ist er für das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) tätig. Er ist aber auch Miteigentümer der Produktionsfirma Mesch & Ugge AG, über die er ebenfalls zahlreiche seiner Filmprojekte realisiert. Sein umfangreiches Werk beleuchtet Kultur, regionale Besonderheiten und historische Persönlichkeiten und wurde mehrfach ausgezeichnet.