5x2 Tickets zu gewinnen | Dokumentarfilm | From Inside Out - Die Architektur von Peter Zumthor
- Publiziert am 18. Oktober 2026
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FROM INSIDE OUT - DIE ARCHITEKTUR VON PETER ZUMTHOR | REGIE: WIM WENDERS
Der Stararchitekt in 3D, portraitiert von einem Starregisseur
Wie filmt man Architektur, ohne bloss schöne Bilder aneinanderzureihen? Wim Wenders findet eine überzeugende Antwort: Er macht Peter Zumthors Räume körperlich erfahrbar. Stein, Holz, Beton und Licht bekommen in seinen 3D-Bildern eine beinahe greifbare Präsenz. Wenn es je sinnvoll war, einen Film in 3D zu drehen, dann definitiv diesen.
SYNOPSIS
Was macht einen Raum zu einer Heimat für die Sinne? Wie entsteht aus nacktem Stein, Holz und Licht ein Ort mit Seele? In seinem neuen, bildgewaltigen 3D-Dokumentarfilm begibt sich Meisterregisseur Wim Wenders auf eine faszinierende, über 14 Jahre gereifte filmische Reise in das Universum des Schweizer Pritzker-Preisträgers Peter Zumthor. Wenders und Zumthor – zwei Ikonen ihres Fachs – verbindet eine tiefe Seelenverwandtschaft: Beide erschaffen ihre Werke kompromisslos von innen heraus (from inside out). Dank modernster, immersiver 3D-Technologie bricht der Film die Leinwand auf und macht Architektur erstmals physisch und emotional spürbar. Der Zuschauer wandert durch das mystische Licht der Therme Vals, spürt die sakrale Ruhe der Bruder-Klaus-Feldkapelle in der Eifel und erlebt die Entstehung visionärer Grossbauten wie der Fondation Beyeler in Riehen und der monumentalen David Geffen Galleries am LACMA in Los Angeles.
FROM INSIDE OUT – DIE ARCHITEKTUR VON PETER ZUMTHOR | REZENSION
Felix Schenker hat für uns den Film am 22. Zurich Film Festival gesehen.
Zwei Meister des Raumes
Wenders nähert sich Zumthor nicht über eine klassische Biografie, sondern über dessen Architektur und die Haltung, die dahintersteht. Dabei wird schnell klar, wie sehr Zumthors Bauten von Material, Licht, Umgebung und Atmosphäre leben. Besonders in der Therme Vals entfaltet die Kamera eine enorme Wirkung. Hier zeigt sich, was 3D im Dokumentarfilm leisten kann, wenn es nicht als Spektakel, sondern als Mittel der Wahrnehmung eingesetzt wird. Und ja, Wenders und Zumthor passen definitiv gut zusammen. Beide arbeiten langsam und präzise. Entsprechend ruhig ist auch der Film. Die Kamera nimmt sich Zeit, beobachtet, tastet Oberflächen ab und lässt Lichtwechsel wirken. Das ist faszinierend und manchmal schon fast meditativ. Wenders bewundert Zumthor sichtbar, und gelegentlich gerät FROM INSIDE OUT dadurch etwas zu sehr zum Denkmal. Man hätte sich zwischendurch mehr Alltag, mehr Reibung etwas mehr Humor gewünscht.
Architektur als Kinoerlebnis
Trotzdem gelingt Wenders etwas Seltenes: Er übersetzt Architektur tatsächlich ins Kino. Nicht über Erklärungen, sondern über Erfahrung. Wer Zumthors Bauten kennt, entdeckt sie neu, wer sie nicht kennt, bekommt zumindest eine Ahnung davon, weshalb sie eine so starke Wirkung entfalten. Der Film verlangt Geduld, belohnt diese aber mit Bildern, die im Kino tatsächlich eine räumliche Qualität entwickeln.
Fazit
FROM INSIDE OUT ist visuell beeindruckend und zeigt, was 3D jenseits des Effektkinos leisten kann. Als Porträt bleibt der Film etwas ehrfürchtig, als sinnliche Erfahrung von Architektur ist er jedoch stark. Ein wenig mehr Leben, Reibung und Humor hätten diesem schönen Denkmal gut angestanden.