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Max Klingers offensichtlich ziemlich homoerotische Darstellung der Kreuzigung Jesus (Ausschnitt) | © Felix Schenker

Töten im Namen Gottes – Steht das in der Bibel oder im Koran?

Josef Burri zeigt in seinen Buch «Jakobs Fluch» die Folgen einer Menschen verachtenden Sexualmoral in der Kirche auf.

Im Namen des jüdisch-christlichen Gottes und des islamischen Allah müssen sich noch heute gleichgeschlechtlich Liebende vor Tod, Verfolgung oder Ausgrenzung fürchten. Sexuelle Aussenseiter erleben Mobbing, Belästigung, Gewalt und Diskriminierung. Sie leiden und sterben oder fliehen vor ihren Peinigern. Josef Burri gibt in seinem Buch «Jakobs Fluch» jenen Menschen eine Stimme, die sich wegen ihrer sexuellen Identität und Orientierung auf die Flucht begeben mussten.

Vita Jakob Burri

Tätig seit 1972 als Autor medienkritischer Beiträge für Zeitungen und Fachpublikationen, seit 1981 als Redaktor und Redaktionsleiter in verschiedenen Abteilungen des Schweizer Fernsehens in Zürich, seit 2008 als freier Script Consultant und Produzent für Serien, Spiel- und Dokumentarfilme mit Schwerpunkt Animationsfilm, seit 2011 zudem als Geschäftsführer bei der Zürcher Animationsfirma Little Monster GmbH tätig. Josef Burri betreute zudem von 2012-2018 als Chefredaktor die Website schwulengeschichte.ch

Missbrauch der Quellentexte

Bibel und Koran enthalten Texte, deren Autor:innen, Übersetzer:innen und Interpret:innen mehr Tote auf dem Gewissen haben als irgendwelche Schöpfer:innen weltliterarischer Werke. Genau deshalb hat sich Autor Josef Burri mit den Leidtragenden beschäftigt! Ihre Berichte belegen: Homophobie ist immer mit Bibel- und Koran-Zitaten unterfüttert. Ideologische Verblendung und Machtbesessenheit führen zum Missbrauch der Quellentexte in den monotheistischen Religionen und Gesellschaften. Wer sich aber, so der Autor, ohne Scheuklappen auf den Weg durch die biblische und koranische Botschaft macht, wird am Ende Gottes Zuwendung zur gleichgeschlechtlichen Liebe vorfinden. «Jakobs Fluch» richtet sich an alle Menschen, die an Fragen im Umfeld von Diversity, Religion und Migration interessiert sind, Religionslehrer:innen, Pädagog:innen, Personen im kirchlichen Dienst, gleichgeschlechtlich Liebende über alle Konfessions- und Religionsgrenzen hinweg.

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