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Mein Herz öffnet sich deiner Stimme

Iso Camartin begibt sich in seinen neuen Buch auf eine Zeitreise gesungener Empfindungen in 50 Arien

Es geht um die Kunst des Singens, des Darstellens, des Gestaltens auf der Opernbühne und im Konzertsaal. In den ausgewählten 50 Arien aus Opern, Oratorien und Kantaten vom 17.–20. Jahrhundert sind Schlüsselmomente musikalischer Erfahrungen und Empfindungen dargestellt, Gefühle und Leidenschaften, wie sie die Musik unmittelbarer als jede andere Kunst bereithält. Verlegerin Anne Rüffer hat sich mit dem Autor über «Mein Herz öffnet sich deiner Stimme» unterhalten.

Iso Camartin (*1944, Chur) studierte Philosophie und Romantik in München, Bologna und Regensburg. Von 1985 bis 1997 war er Professor für Rätoromanische Literatur und Kultur an der Universität Zürich und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Von 2000 bis 2003 war er Leiter der Kulturabteilung beim Schweizer Fernsehen DRS, seit 2004 ist er verantwortlich für die «Opernwerkstatt» am Opernhaus Zürich.

Textgrundlage: perlentaucher.de

Über die Liebe
Als Sehnsucht und als Erfüllung, als sinnliche und als spirituelle Erfahrung, in ihren quälenden und selig machenden Erscheinungsformen. In den Arien taucht die Liebe auch als Eifersucht, Hass und Rachsucht auf, vor allem aber als ein das Leben durchpulsendes Glück, als Traum, als Vision und als letztlich einzige sinngebende Zukunftserwartung. Liebe ist das Grundelement heldenhafter Aufopferung ebenso wie jenes tief empfundener Zuneigung, Liebe gibt es aus zukunftsorientierter Abenteuerlust wie aus entsagender Einsicht, kurzum: Liebe ist das wichtigste Beweismittel, dass das Dasein lebenswert ist.

Wunderbare Offenbarungen
Den Fokus dieser Auswahl bildet die Vielgestaltigkeit der Empfindungen und Gefühle, die äusserst unterschiedlichen Schattierungen von Leidenschaft, Charakter und Temperament, wie sie in den Stücken zur Ausformung kommen. Zorn und Wut kennen ebenso wenig nur eine Gefühlsstimmung wie Sehnsucht oder mutige Entschlossenheit. Das Geheimnis der Stimme liegt in den jeweiligen Konstellationen von Jubel und Leid, die die Protagonist*innen in ihren Figuren hörbar machen und zum Leuchten bringen. Das Wunder einer Offenbarung kann sich in jedem Opernhaus an jedem Abend, an dem sich der Vorhang öffnet, ereignen.

Textgrundlage: rüffer & rub

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