Literaturhaus Zürich | «Writers in Residence»

Ab Januar 2016 wird zum elften Mal ein ausländischer Autor ein halbes Jahr lang als «Writer in Residence» in Zürich leben und schreiben. Für das Stipendium ausgelesen wurde diesmal der polnische Lyriker Tadeusz Dabrowski.

Lesungen in der Gaststadt Zürich
Das gemeinsame Projekt «Writers in Residence» der Stiftung PWG und des Literaturhauses Zürich besteht seit fünf Jahren, und die Lesungen der verschiedenen Gastschreiber werden zu einem immer grösseren Publikumsmagnet. Der finnische Autor Olli Jalonen hatte im Dezember 2010 den Anfang gemacht. Ihm folgten Autorinnen und Autoren aus den Ländern Türkei, Argentinien, Serbien, Ägypten, Ungarn, USA/Nigeria, Georgien und England/China. In diese spannende Reihe gliedert sich nun ab Januar 2016 der junge polnische Lyriker Tadeusz Dabrowski ein. Er bezieht die – von der Stiftung PWG im Zürcher Kreis 7 zur Verfügung gestellte –Gastautorenwohnung, um während eines knappen halben Jahres in Zürich zu leben und zu schreiben – und vorzulesen.

Lyrik, in zwanzig Sprachen übersetzt
Tadeusz Dabrowski (*1979) ist bekannt als Lyriker und Essayist, tritt aber auch als Kritiker in namhaften Publikationen in Erscheinung. Er ist Redakteur der Literaturzeitschrift «Topos» und künstlerischer Leiter des Festivals «Europäischer Dichter der Freiheit». Dabrowski hat mehrere Gedichtbände publiziert und gab 2006 eine wichtige Anthologie für zeitgenössische polnische Lyrik heraus. Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in zwanzig Sprachen übersetzt.

Warum ein «Writers in Residence»-Programm?
Schreibaufenthalte sind in erster Linie Autorenförderung. Fernab des heimatlichen Alltags – der je nach Herkunftsland das freie Arbeiten durch politische Repression erschweren kann – sollen die Schreibenden die Möglichkeit erhalten, sich intensiv auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Aber nicht nur die Autorinnen und Autoren gewinnen einen Einblick in eine andere Kultur, betont Gesa Schneider, Leiterin Literaturhaus Zürich: «Auch für Zürich ist das Programm eine Chance zu einem breiteren Zugang zur Welt».

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