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Haus für Kunst Uri | Aldo Mozzini | Die Stadt im Museum – Part I

Der Tessiner Künstler hat eine Stadt ins Museum gebaut, aus Holz, Blachen, Brettern und Tüchern. Es ist eine fiktive Stadt seiner Erinnerungen.

An dieser Stadt wird fortlaufend gebaut und umgebaut. Nach der ersten Stadt, die jetzt fertig erstellt ist, folgt eine Zwischenphase mit grösseren Veränderungen. Auf den Herbst hin entsteht in Part II eine andere urbane Situation. Im Grossprojekt sind auch der Aussenraum, sowie andere Kunstschaffende einbezogen. Eine experimentelle, interaktive und prozessuale Ausstellung, in steter Wandlung begriffen.

Aus dem Fundus der Erinnerungen
Inspiriert wurde Aldo Mozzini von Italo Calvinos Buch «Die unsichtbaren Städte» von 1972, in dem Calvino 55 fiktive Städte beschreibt, die bestimmte geografische, historische, gesellschaftliche oder allgemein menschliche Situationen in ein poetisches Bild fassen. Mozzinis Stadt ist wie jede reale Stadt im steten Wandel. Der Künstler spielt mit dem Widerspruch zwischen dem selbst gebauten Unterstand und dem perfekten Wohnturm. Aus Altem entsteht Neues, das die Spuren der Vergangenheit in sich trägt. Neue Pressspanplatten sind anders als die der 70-er Jahre. Strassenporträts seiner selbst stehen im Salon den Werken des Altmeisters Heinrich Danioth gegenüber. Im Stadtpark auf der Veranda sind die Bäume tot und das Haus hat einen Helikopterlandeplatz bekommen. Festliche Fahnen aus starrem Kunststoff schmücken den Museumshof.

Stadt und Mensch
«Meine Werke – seien es Objekte, Installationen oder auch fotografische Serien – handeln oft von urbanen Situationen und städtebaulichen Thematiken. Ich bevorzuge diejenigen Interventionen, die durch Einfügen eines Fremdkörpers in einen gegebenen Kontext eingreifen. Die mit unprätentiösen Materialien erstellten raumhaften Skulpturen reagieren auf die Gegebenheiten und versuchen diese in ihrer Wirkung und Erscheinung zu verändern. Meine Arbeiten bauen stets auf die primären Erfahrungen des menschlichen Seins, des Körpers, der Räume und der Dinge auf.»
(Textauszüge von Aldo Mozzini)

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